Reisebilder

Auch in diesem Sommer nehmen wir Sie mit auf literarische Ausflüge in die weite Welt!
Die beliebte Reihe Reisebilder - Literatur im Hofgarten wird in Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Institut, dem Düsseldorfer Schasupielhaus, dem Theatermuseum und dem zakk realisiert.

Die Veranstaltungen finden am Sonntag, 12. Juni, Sonntag, 19. Juni und Sonntag, 26. Juni vor dem Theatermuseum (bei Regen im Museum) im Hofgarten, Jägerhofstraße 1, statt. Beginn ist 15.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Sonntag, 12. Juni:
Alex Burkhardt liest "Die Zeit kriegen wir schon Rom“

Jeder deutsche Schriftsteller, der etwas auf sich hält, sollte einmal eine Italienreise gemacht haben. Da geht es Alex Burkhard nicht anders als prominenteren Kollegen wie Johann Wolfgang von Goethe oder Patrick Salmen. Da Goethe schon tot ist, fliegen die beiden zu zweit los – ein Duo, das von seinen Gegensätzen lebt. Alex Burkhard erzählt mit Verve und Augenzwinkern von klassischen Eindrücken beim Schlendern, gefährlichen Strandausflügen und den unvermeidlichen Begegnungen mit anderen Deutschen. Patrick Salmen kommentiert das Geschehen nonchalant per Fußnote. Und natürlich ist fast alles genau so passiert und gar nicht übertrieben. Weltkuddelmuddel, gepaart mit Dolce Vita! Alex Burkhard (27) ist erfolgreicher Poetry Slammer und leitet diverse Workshop-Projekte für Kreatives Schreiben. Die Geschichtensammlung „... und was kann man damit später mal machen?“ erschien 2013, die Reiseerzählung „Die Zeit kriegen wir schon Rom“ 2015. (941)

Sonntag, 19. Juni:
Steffen Kopetzky, "Risiko"
Risiko heißt ein beliebtes Gesellschaftsspiel, und Risiko heißt auch das Monumentalwerk von Steffen Kopetzky: In seinem virtuosen Spiel mit der Weltgeschichte nimmt der Autor uns mit auf eine (Zeit)reise zu Pferd und Kamel durch Wüsten und Gebirge und an den Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals machten sich sechzig Mann nach einem Plan des Orientalisten von Oppenheim auf den abenteuerlichen Weg zum Emir von Afghanistan mit dem Ziel, ihn und die Stämme der Paschtunen zum Angriff auf Britisch-Indien zu bewegen. Syrien, Bagdad, Teheran, Isfahan und die persische Wüste sind Stationen der Expedition. Mit dabei ist der junge Marinefunker Sebastian Stichnote, den das Fernweh zur See gezogen hat – und von dem am Ende der Erfolg der Expedition abhängt.
Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Verfasser zahlreicher preisgekrönter Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Von 2002 bis 2008 war er künstlerischer Leiter der Theater-Biennale Bonn. Sein Roman „Risiko“ schaffte es 2015 auf die Longlist des Deutschen Buchpreises.

Sonntag, 26. Juni:
Verena Lueken, "Alles zählt"
Verena Lueken ist ein großartiger Roman über das Leben und die Literatur, die Krankheit und die Hoffnung gelungen: Feinfühlig, klar und lakonisch erzählt sie von einer klugen Frau, die sich vom Tod vor ihren Augen den Blick nicht verstellen lässt. Und davon, was Halt gibt und am Leben hält. In ihrer Wahlheimat New York, mitten im Sommer in Harlem, trifft sie die Diagnose mit ihrer ganzen Härte: Lungenkrebs, und das nach zwei vermeintlich erfolgreichen Therapien. Was besiegt zu sein schien, ist wieder da, und damit beginnt alles von Neuem. Klinik, Operation, Segen und Fluch des Morphiums. Aus einer willkommenen Auszeit wird ein Kampf um Heilung und Haltung. Sie stellt sich der lebensbedrohlichen Situation allein, lässt ihre Gedanken schweifen und landet immer wieder in der amerikanischen Literatur, in Filmen und der eigenen Vergangenheit. Gebannt folgt ihr der Leser in die Kindheit, zu ihrer Mutter, in den eigenen Aufbruch und in die Freiheit der Kunst und der Fremde. Die Rückkehr nach Frankfurt bereitet einen neuen Aufbruch vor: Eine Reise nach Burma zu einem außergewöhnlichen Mann eröffnet eine neue Perspektive. Verena Lueken erzählt von einer faszinierenden Frau, vor der sich ein Abgrund auftut – und die unerschrocken hineinblickt und dann entschlossen springt. Ein grandioser Roman über das Leben und das Überleben.

 

 

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