Wortwelt

Die Reihe "Wortwelt" möchte literarisch einen persönlichen Einblick in Länder eröffnen, aus denen oft einseitig oder wenig berichtet wird. Im Fokus steht das moderierte Gespräch zwischen den Autoren, einem sehr guten Kenner des Landes und dem Publikum.
Die Reihe findet mit zwei bis drei Terminen in Kooperation mit der Zentralbibliothek und wechselnden anderen Partnern statt.

Im Fokus... Cina
mit Xiaolu Guo: Ich bin China
Mittwoch, 3. September, 20.00 Uhr
Zentralbibliothek Düsseldorf
Bertha-von-Suttner-Platz 1
40227 Düsseldorf
Eintritt frei


„Ich bin China“ ist Guos viertes Buch in deutscher Übersetzung und das dritte auf Englisch geschriebene. Sie debütierte 2005 mit dem Kindheitsroman „Stadt der Steine“, machte den Sprachwechsel in „Kleines Wörterbuch für Liebende“ zum Thema und ließ in „Ein Ufo, dachte sie“ einen Fremdkörper auf einem chinesischen Acker landen, der die Obrigkeit mit satirisch ergiebigen Problemen konfrontiert.
„Ich bin China“ bezeichnet die Autorin als Abschiedsliebesbrief an ein Land, das sie mittlerweile mit einem britischen Pass besucht, und diese verzweifelte Zuneigung ist eine entscheidende Triebkraft ihres Erzählens. Die Protagonisten des Buches, Mu und Jian, sind ein einer subversiven jungen Künstlerszene angehörendes junges Paar. Mit Musik und Literatur wollen die beiden kämpfen gegen die politische Unterdrückung und für das Recht ihrer Generation, frei zu leben. Bis sie die zerstörerische Kraft der chinesischen Staatsmacht zu spüren bekommen und plötzlich nicht nur ihr gemeinsames Leben auf dem Spiel steht.
Die fiktiven Dokumente, in denen sich das Schicksal von Mu und Jian entfaltet, werden gebrochen vom Blick, den die junge schottische Übersetzerin Iona Kirkpatrick auf sie wirft. Den Auftrag wurde ihr von einem Verleger vermittelt, der in dem Konvolut ein Geheimnis vermutet. „Ich bin China“ ist ein Austausch über Anpassung und Widerstand unter autoritären Verhältnissen, wobei die gebrochene Perspektive das „Übersetzen“ wörtlich nimmt als Hinweis auf die Subtexte der Briefe, aber auch auf die kulturellen Unterschiede bei des Rezeption dieser und damit des ganzen des Buches.
Die in London lebende Filmemacherin und Schriftstellerin Xiaolu Guo, geboren 1973 in einer kleinen Stadt in Südchina, lebt heute in London.
Moderation und Übersetzung: Sabine Peschel, DW
Lesung des deutschen Textes: Maren Jungclaus

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Im Fokus... Afghanistan
Mit Sonja von Wurmb-Seibel: Ausgerechnet Kabul! 13 Geschichten vom Leben im Krieg.
Mttwoch, 17. Juni, 20.00 Uhr
Zentralbibliothek Düsseldorf
Bertha-von-Suttner-Platz 1
40227 Düsseldorf
Eintritt frei

Eine bessere Welt wollten die Westmächte in Afghanistan aufbauen – 14 Jahre später ist es nicht zu leugnen, dass diese Mission gescheitert ist.
Mit 27 Jahren zieht die Reporterin Sonja von Wurmb-Seibel nach Kabul. Sie will von anderem berichten als von Burka, Taliban und Bundeswehr. Sie erzählt von der neunjährigen Madina etwa, die jeden Tag vor dem NATO-Hauptquartier in Kabul bunte Armbänder verkauft oder von Kommandeur Hakimi, dem die Leute unter der Hand wegsterben, seit die Bundeswehr aus Faizabad abgezogen ist und die Aufständischen an Macht gewinnen. Es sind Geschichten zum Staunen, zum Hoffen und zum Verzweifeln – vor allem aber ermöglichen sie einen ganz neuen und anderen Blick auf das Land, von dem wir so viel lesen und so wenig wissen.

 

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