Einzelveranstaltungen

Auch in diesem Jahr bieten wir zusätzlich zu unseren bewährten Lesungsreihen wieder zahlreiche literarische Einzelveranstaltungen an. Hier stellen wir Ihnen eine chronologische Auswahl der bisherigen und noch folgenden Termine für 2015 vor:

1. März 2015, 11.00 Uhr im Kom(m)ödchen:
Peter Philipp – „Hintenlinks in den Binsen“

Am 6. Februar 2014 verstarb der Düsseldorfer Lyriker und Texter der a-capella-Band „Waschkraft“ Peter Philipp mit nur 43 Jahren. Nun erscheint im Grupello-Verlag ein Buch mit Gedichten Peter Philipps, das der Verleger Bruno Kehrein noch gemeinsam mit dem Autor zusammengestellt hat. Im Rahmen einer Erinnerungsmatinee an den fröhlichen Menschen und begabten Autor wird das Buch am Sonntag, 1. März um 11.00 Uhr im Düsseldorfer Kom(m)ödchen vorgestellt: Freunde und Weggefährten lesen aus seinem nachgelassenen Gedichtband. Und gesungen wird auch.

10. März 2015, 19.30 Uhr im Goethe-Museum:
Klas Ewert Everwyn – „Der Opfergang des Polizisten Franz Jürgens“

Am 10. März gratulieren wir dem angesehenen Autor Klas Ewert Everwyn, der seit fast 60 Jahren die rheinische Literatur bereichert, zum 85.Geburtstag und präsentieren ihm zu Ehren sein neues Buch. Es erzählt die Geschichte des Düsseldorfer Polizeikommandanten Franz Jürgens, der 1945 gemeinsam mit anderen Bürgern die Zerstörung der Stadt durch die kampflose Übergabe an die amerikanischen Truppen verhinderte. Everwyns Novelle zeigt eindrucksvoll die Wandlung des regimetreuen Polizeioffiziers zum Unterstützer der „Aktion Rheinland“. Der Autor wird aus seinem Buch lesen und im Gespräch mit RP-Redakteur Dr. Lothar Schröder Auskunft über sein Werk geben. Michael Serrer stellt den sozialkritischen und historisch interessierten Schriftsteller näher vor. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Goethe-Museum und der Edition Virgines realisiert.

23.März 2015, 19.30 Uhr im Literaturbüro NRW:
Lesung mit Ronny Someck und Frank Schablewski

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage ist am 23. März der Lyriker Ronny Someck gemeinsam mit seinem Düsseldorfer Kollegen Frank Schablewski zu Gast im Literaturbüro. Beide arbeiten seit Jahren intensiv zusammen. Der mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichnete Autor Ronny Someck wurde 1951 in Bagdad geboren und kam als Kind nach Israel. Er studierte Hebräische Literatur, Philosophie und bildende Kunst. Someck arbeitete als Streetworker, vermittelt Literatur und leitet Schreibworkshops. In seinen Gedichten, die in 20 Sprachen übersetzt wurden, beschäftigt er sich immer auch mit der aktuellen Situation in seinem Land scheut sicht nicht, Tabuthemen anzusprechen. Frank Schablewski wurde 1965 in Hannover geboren und lebt heute in Düsseldorf. 1985 begann er mit dem Studium der Bildenden Kunst, u.a. bei Tony Craigg und Klaus Rinke, sowie dem Literaturstudium bei Eugen Gomringer an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf. Neben Katalogtexten und literarischen Kunstreden schreibt er Gedichte und Poeme – immer wieder in der interdisziplinären Arbeit mit Malern, Bildhauern sowie Fotografen. Außerdem übersetzt Schablewski Lyrik aus anderen Sprachen.

18. April, 20.00 Uhr: Nacht der Museen:
Lesung im Landtag NRW mit Wolfgang Frings und Dorian Steinhoff

In der Nacht der Museen öffnet die Bibliothek des Landtags NRW ihre Türen für zwei Lesungen: Wolfgang Frings und Dorian Steinhoff erzählen Geschichten, die verschiedener kaum sein könnten und die sich stets in dem Spannungsfeld zwischen Absicht und Zufall, Glück und Pech, Macht und Machtlosigkeit bewegen.
Um 20.00 Uhr liest der ehemalige WDR-Fernsehredakteur Wolfgang Frings aus seinem Roman "Nie wieder arm". In diesem schildert er die Geschichte dreier Männer, die kreativ und kaltschnäuzig Banken, Investoren und die High Society an der Nase herumführen. Der Roman beruht auf der wahren Begebenheit eines Henkel-Betrugsfalls.
Um 21.00 Uhr begegnen wir dann dem Düsseldorfer Autor und Literaturvermittler Dorian Steinhoff, der in seinen Erzählungen beschreibt, wie der Zufall über das Leben entscheidet, wie Menschen ungewollt und schuldlos in Schlamassel schlittern und wie es immer auch diesen einen Moment gibt, in dem sie hätten Einfluss nehmen können. Die Autorengespräche moderiert Michael Serrer.

19. Mai, 19.00 Uhr im Gerhart-Hauptmann-Haus:
„Krieg dem Kriege“ – Worte gegen die Gewalt von Tucholsky & Co.
Ein literarischer Abend mit Andreas Bialas, MdL

Im April 1915, wurde Kurt Tucholsky gegen seinen Willen zur Kaiserlichen Armee einberufen. Zurück aus dem Ersten Weltkrieg bekundete er seine pazifistische Grundhaltung öffentlich – etwa mit dem Gedicht „Krieg dem Kriege“. Einen neuen Krieg – den er darin bereits vorausgesagt hat – haben Tucholsky und andere Autoren nicht verhindern können. Ihre Worte gegen die Gewalt sind gleichwohl noch immer aktuell. Zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus Fotos von Jewgeni Chaldej (1917-1997), der 1941-45 Kriegsberichterstatter in der Roten Armee war. Weltberühmt wurde sein Foto des zerstörten Berliner Reichtags. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung trägt Andreas Bialas (Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Literaturliebhaber) Texte gegen Krieg und Gewalt u.a. von Kurt Tucholsky, Paul Celan und Erich Kästner vor. Eine Veranstaltung des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW.

26. August, 19.30 Uhr im Literaturbüro NRW: Regina Ray und "Das Mottenprinzip"

Zwei Männer, eine Frau. Anita Nenninger, eine 36-jährige Ethnologin, erzählt von den beiden Männern in ihrem Leben: ihrem langjährigen Schweizer Freund, der immer auf Inspirationssuche ist und ihrer neuen Liebe, einem indischen Mann mit vielen Gesichtern. Der Roman erzählt aber auch von einer besonderen Stammesgruppe im Innern Indiens, von ihren Riten, Gebräuchen und der scheinbaren Harmonie ihres Zusammenlebens – eine vermeintliche Idylle, in der sich zusehends eine Rebellenbewegung breit macht. Mit dieser sympathisierte früher auch Anitas indischer Geliebter. Die Autorin Regina Ray lebt in Düsseldorf. Sie studierte Indologie und Ethnologie an der Universität Heidelberg. Sie schrieb Kulturfeatures und Buchrezensionen für den Rundfunk, überwiegend zu indischen Themen und veröffentlichte bisher Lyrik, Kurzprosa und Erzählungen.

Informationen zu weiteren Einzelveranstaltungen in diesem Jahr finden Sie in Kürze hier.

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