„Nähe und Ferne“ ist seit 2005 der Titel der Lesereihe, in der Düsseldorfer Literaturveranstalter gemeinsam Literatur mit einem Heine-Bezug präsentieren. „Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt, und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Muthe“, schreibt Heine 1826 in seinem Reisebild „Ideen. Das Buch Le Grand“. Im Pariser Exil entsteht wenige Jahre später der Gedichtzyklus „In der Fremde“, in dem es heißt: „Es treibt dich fort von Ort zu Ort,/ Du weißt nicht mahl warum;/ Im Winde klingt ein sanftes Wort,/ Schaust dich verwundert um.“ Diese Texte sind Ausdruck der Ortlosigkeit, der Unbehaustheit und zeugen mit wehmütigen Reminiszenzen von der Suche nach Heimat, einer Heimat, die sich ihrer Festlegung jedoch immer wieder entzieht: „Doch weiter, weiter, sonder Rast,/ Du darfst nicht stille stehn./ Was du so sehr geliebet hast/ Sollst du nicht wiedersehn.“ In diesem Sinne titelte Christa Wolf 1979 „Kein Ort. Nirgends“. Die Lesereihe findet 2014 zum zehnten Mal statt. Literaturbüro, Heine-Institut und Zakk wollen wieder zeigen, wie spannend es sein kann, ausgehend von Heine-Bezügen Autoren zu präsentieren.

Die Veranstaltungen im Einzelnen:

Dienstag, 30.September, 20.00 Uhr
Bleu Broode: Reise durch Panama
zakk
Fichtenstraße 40
40233 Düseldorf
Eintritt: 5,- €

Mittwoch, 19. November, 19.30 Uhr
Tuvia Tenenbom: Allein unter Juden
Literaturbüro NRW
Bilker Straße 5
40213 Düsseldorf
Eintritt: 6,- €/ 4,- €
http://literaturbuero-nrw.de/news/165/83/Tuvia-Tenenbom-Allein-unter-Juden.html?monat=11&jahr=2014

 

 

 

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