Nacht der Poeten: "Die letzten Tage der Menschheit" mit David Bennent

13. Juni, 21:00 Uhr: KÖ-Galerie

Der Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren soll in der diesjährigen "Nacht der Poeten" im Zentrum stehen.

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhundert wird anhand der 1922 erschienenen Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus (1874-1936) deutlich. Kraus montiert aus Originalzitaten und Kommentaren die Stimmung während des Ersten Weltkriegs. Angefangen beim Mord in Sarajewo über die Kriegsbegeisterung der ersten Monate bis hin zur letzten Kriegsnacht zeichnet er ein authentisches Abbild der Kriegszeit. In fünf Akten schildert er dabei weniger die gewaltsamen Grabenkämpfe der Soldaten als die Dummheit und Hinterhältigkeit, die sich im Alltagsgeschehen durch alle Gesellschaftsschichten zieht.
Kraus: „Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie nur taten.“

David Bennent liest ausgewählte Szenen.
Der Schauspieler wurde 1966 geboren und 1979 mit seinem Debüt als Oskar Matzerath in Volker Schlöndorffs Verfilmung von Günther Grass’ „Die Blechtrommel“ bekannt. Mit seiner schrillen Stimme und einer Trommel provoziert der kleinwüchsige Oskar die Erwachsenenwelt und lehnt sich vor allem gegen das kleinbürgerliche Milieu auf.
Während sich dieses Werk dem Zweiten Weltkrieg widmet, wird David Bennent uns mit Karl Kraus‘ Tragödie in die Zeit des Ersten Weltkriegs führen.
David Bennent hat in seiner langen Karriere mit den wichtigsten Theaterregisseuren zusammengearbeitet, darunter Klaus Michael Grüber, Einar Schleef, Peter Brook, Leander Haußmann und George Tabori.

Textauswahl und Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

In Zusammenarbeit mit der KÖ-Galerie

Eintritt: 12 € + VVK/AK 15 €/ erm. 12. €

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