Diese literarische Veranstaltungsreihe wird seit 13 Jahren mit großem Erfolg von den Stadtbüchereien Düsseldorf und dem Literaturbüro NRW e.V. durchgeführt. Jeweils am dritten Dienstag des Monats um 18 Uhr stellen AutorInnen aus NRW / aus NRW-Verlagen ihre aktuellen Titel in der Zentralbibliothek vor, moderiert wird von Michael Serrer.

Im Jahr 2014 sind folgende Autoren zu Gast:

21. Januar 2014: Jan Cornelius liest aus "Narrenstück"

18. Februar 2014: Marion Poschmann liest aus "Sonnenposition"

18. März 2014: Natalie Tenberg liest aus "Bollywood und Rübenkraut - Geschichte meiner deutsch-indischen Familie"

15. April 2014: Matthias Gerhards liest aus "Gott ist kein Zigarettenautomat"

20. Mai 2014: Gina Mayer liest aus "In guten wie in toten Tagen"

16. Juni 2014: Jochen Rausch liest aus "Krieg"

19. August 2014: David Finck liest aus "Das Versteck"

16. September 2014: Traudl Bünger liest aus "Die Romantherapie. 253 Bücher für ein besseres Leben"

21. Oktober 2014: Martin Kordic liest aus "Wie ich mir das Glück vorstelle"

18. November 2014: Detlef Knut und Klaus Stickelbroeck lesen aus "Düsseldorf rechtsrheinisch"

 

21. Januar 2014: Jan Cornelius liest aus "Narrenstück"

Ganz in der Tradition des Narren, den Cornelius in vielen seiner Arbeiten etwa für den Eulenspiegel oder den WDR-Hörfunk bereits gemacht hat, erzählt sein autobiographisch geprägter Roman.

Dem Erzähler, der Dolmetscher wird und dem die Flucht aus Rumänien in den 1970ern gelingt, bleibt meistens nichts anderes übrig, als sich beim Betrachten der Geschehnisse um ihn herum zu wundern. Auch, nachdem er sich in Deutschland eingelebt hat und die ganze Welt bereisen kann, wünscht er sich manchmal, dass der Westen doch im Osten läge, oder in gewisser Weise umgekehrt. Lachen und Leid liegen hier nah beieinander: Bei guter Unterhaltung wird gesellschaftlicher Zwang sichtbar und all zu Menschliches unnachahmbar karikiert.

Jan Cornelius wurde im rumänischen Banat geboren, studierte Französisch, Rumänisch und Englisch und lebt seit 1977 in Düsseldorf als Schriftsteller, Kulturjournalist (WDR) und Literaturübersetzer. Er hat mehrere Romane und Theaterstücke aus dem Rumänischen und Französischen ins Deutsche übersetzt.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

18. Februar 2014: Marion Poschmann liest aus "Sonnenposition"

Der rundliche Rheinländer Altfried Janich findet nach der Wiedervereinigung eine Stelle im »Ostschloss«, einem heruntergekommenen Barockbau, der neuerdings eine psychiatrische Anstalt beherbergt. Hier hält er es für seine Aufgabe, seinen Patienten gegenüber die Sonnenposition einzunehmen, ihnen Orientierung und eine Quelle des Trostes zu sein. Als sein Freund Odilo durch einen rätselhaften Autounfall zu Tode kommt, gerät er selbst auf die Nachtseite der Dinge. Tagsüber rücken ihm die Patienten zu nahe, nachts geistert er durch die Säle, es bedrängen ihn Erinnerungen, und auch seine Familiengeschichte mit ihren Verlusten holt ihn ein. Altfrieds ganzes bisheriges Leben scheint auf die Situation im Schloss zuzulaufen: Alle Geschichten enden hier, und bald stellt sich die Gewissheit ein, dass er aus dem Schloss nicht mehr wegkommen wird.

Marion Poschmann wurde 1969 in Essen geboren. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik in Bonn und Berlin. Sie ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und lebt in Berlin.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

18. März 2014: Natalie Tenberg liest aus "Bollywood und Rübenkraut - Geschichte meiner deutsch-indischen Familie"

Bombay und Krefeld – da prallen Welten aufeinander. Und Natalie Tenberg ist mittendrin. Die indische Familie: lebhaft, laut und immer im Rudel. Der niederrheinische Stamm: wortkarg, durchorganisiert und in der Kleinfamilie auftretend. Unterhaltsam beschreibt Natalie Tenberg, wie man aufwächst, wenn die eine Großmutter niederrheinische Kriegerwitwe und die andere eine Matriarchin aus Bombay ist, an welchen deutsch-indischen Klischees etwas dran ist und wie ein Stromausfall eine Hochzeit auf Goa lahmlegt.

Natalie Tenberg, geboren 1976, wuchs mit ihrer indischen Mutter und ihrem deutschen Vater in Krefeld auf und besucht bis heute regelmäßig die indische Großfamilie in Bombay. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin und als arbeitet freie Journalistin für die taz.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

15. April 2014: Matthias Gerhards liest aus "Gott ist kein Zigarettenautomat"

Thomas Sieben ist vierzehn, geht auf die Hauptschule und hat gerade begriffen, dass es den lieben Gott nicht gibt. Es gibt auch keinen Vater, dafür eine Mutter, die das Leben nur im Suff erträgt. Zusammen mit ihr und seiner Schwester lebt er in der verfallenen alten Schule, die wie der Rest des ganzen Dorfes schon von den Vermessungstrupps der Rheinbraun AG durchstöbert wird. Und da ist noch sein Bruder. Der treibt gerade im Bach an ihm vorbei, tot, und das ganz offensichtlich nicht freiwillig.

Matthias Gerhards' Romandebüt über einen Jungen unterhalb der Armutsschwelle und den letzten Sommer eines Dorfs im rheinischen Braunkohlerevier ist ein unwiderstehlich witziger und erschütternd ernster Roman über das Leben, den Tod und das Ende der Kindheit. Lange hat es unter deutschen Erzählern der Gegenwart keine Stimme mehr gegeben, die so unbarmherzig klar das Elend benennt und dennoch komisch darüber erzählen kann. Ein Roman, der amüsiert, bis dem Leser die Tränen kommen.

Matthias Gerhards ist in einer dörflichen Schäferei bei Köln aufgewachsen. Er schreibt, seitdem er in der katholischen Leihbücherei den "Abenteuerlichen Simplicissimus" für sich entdeckt hat. Er besuchte zunächst eine Hauptschule, wechselte mit sechzehn aufs Gymnasium, um anschließend Germanistik und Philosophie zu studieren. Heute lebt er mit seiner Familie bei Düsseldorf, entwickelt Software und schreibt Romane.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

20. Mai 2014: Gina Mayer liest aus "In guten wie in toten Tagen"

Helenas Hochzeit soll das gesellschaftliche Ereignis des Jahres werden: Das Kleid, die Torte, die Gäste – alles muss perfekt sein, wenn sie vor den Altar tritt. Vor allem aber ist der Bräutigam perfekt: Tom Schenker, von allen Schülerinnen angehimmelter Vertrauenslehrer des Gymnasiums. Helena war schon in ihn verliebt, als er noch ihr Deutschlehrer war. Genau wie die meisten ihrer Freundinnen. Eine Woche vor der Hochzeit steigt der klassische Jungesellinnenabschied. Bis spät in die Nacht ziehen die jungen Frauen, beschwingt und reichlich alkoholisiert, durch die Bars und Clubs der Stadt. Zum krönenden Abschluss werden noch ein paar Pillen eingeworfen. Am nächsten Morgen ist Helena verschwunden und Tom wurde brutal ermordet. Und keine der Freundinnen kann sich erinnern, was in der Nacht wirklich passiert ist.

Gina Mayer wurde 1965 in Ellwangen geboren. Nach der Schulzeit in Schwäbisch Hall zog sie für ein Jahr nach Neapel. Anschließend studierte sie Grafik-Design und arbeitete als Werbetexterin. Durch den Umzug ihrer Familie in die Friederike-Fliedner-Straße in Düsseldorf begann sie sich für Straßennamen zu interessieren und schrieb mit Die Protestantin ihr vielbeachtetes Debut, einen historischen Roman über Theodor und Friederike Fliedner.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

16. Juni 2014: Jochen Rausch liest aus "Krieg"

Seit Monaten schon lebt Arnold Steins zurückgezogen inmitten der rauen Welt der Berge und kommt nur gelegentlich runter ins Dorf. Doch so einsam und abgeschieden ist das Leben nicht in dieser verwitterten Almhütte mit all ihren Geheimnissen: In einem Moment der Abwesenheit zerstört ein Fremder die letzten Dinge, die ihm wichtig sind, sein Hund wird brutal verletzt – ein Kampf auf Leben und Tod mit unbekanntem Gegner beginnt. Und auf einmal versteht Arnold, wie alles zusammenhängt: das Schicksal seines Sohnes mit der zerstörerischen Trauer seiner Frau und der eigenen Flucht aus einem Leben, in dem er sich nur ein einziges Mal zur Wehr setzte.

»Angst? Nein. Merkwürdigerweise nicht. Vielleicht wird er nie wieder Angst haben im Leben. Vielleicht überwindet der Mensch seine Angst, wenn er erst seine Träume begraben hat.«

Jochen Rausch ist Journalist, Autor und Musiker. Seit 2000 ist er Programmchef von Radio 1LIVE (WDR), Köln. 2008 erschien sein Roman "Restlicht" und 2011 der Erzählungsband "Trieb" im Berlin Verlag. Rausch lebt in Wuppertal.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

19. August 2014: David Finck liest aus "Das Versteck"

Von einem Tag auf den anderen ist der Philosophiestudent Jonas Duder spurlos verschwunden. Sein Bruder Bernhard glaubt dafür die Verantwortung zu tragen. Dabei konnte er, als sich Gabriele in ihn verliebte, nicht ahnen, wie viel sie Jonas bedeutete.
Fünf Jahre später lebt Bernhard mit Gabriele zusammen und hat einen guten Job. Eigentlich ist alles perfekt in seinem Leben. Hätte Jonas nicht eine Leerstelle hinterlassen, die immer größere Macht über Bernhard gewinnt. Der abwesende Jonas wird zu einem düsteren Zwilling, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Eine Reihe unheimlicher Begebenheiten lässt Bernhard schließlich an allem zweifeln. „Das Versteck“ ist die Geschichte einer Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist. In seinem Debütroman erzählt David Finck von drohendem Identitätsverlust und einer Welt, in der nichts so ist, wie es sein sollte.

David Finck wurde 1978 in Düsseldorf geboren und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Unter anderem ist er Co-Autor des Drehbuchs zu dem Kinofilm »5 Jahre Leben« (2013). Er lebt in Berlin und Brandenburg, ist verheiratet und hat ein Kind.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

16. September 2014: Traudl Bünger liest aus "Die Romanthearapie. 253 Bücher für ein besseres Leben"

Die Autorinnen Ella Berthould, Susan Elderkin und Traudl Bünger liefern stets die passende Lektüre von A bis Z: Fallada für die Hoffnungslosen, Tolstoi bei Zahnweh (und, ja, natürlich auch bei Ehebruch) und »Schiffbruch mit Tiger« in ausweglosen Situationen – die »Romantherapie« kennt für jede Lebenslage das richtige Buch.

Traudl Bünger, geboren 1975 in Siegburg, ist Programmredakteurin der lit.COLOGNE, Literaturkritikerin und Autorin. Gegen Schreibkrisen aller Art liest sie Loriot.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

21. Oktober 2014: Martin Kordic liest aus "Wie ich mir das Glück vorstelle"

Eine große Suche nach dem Glück: Viktor ist ein Junge, der von Geburt an anders ist. Er muss ein Korsett tragen und auch in seinem Kopf scheint etwas nicht zu stimmen. Als der Krieg ausbricht, wird er von seiner Familie getrennt und wächst in einer Gebetsgemeinschaft auf. Später kehrt er zurück in die Stadt der Brücken, wo er sich mit einem Einbeinigen, einer Rothaarigen und einem Hund zu einer eigentümlichen Bande zusammenschließt. Eines Tages aber sind Viktors Weggefährten verschwunden und er macht sich auf zu seiner letzten großen Reise.

Martin Kordic wurde 1983 in Celle geboren und arbeitet als Lektor in Köln. Er studierte am Institut für Literarisches Schreiben der Universität Hildesheim und an der Universität Zagreb. "Wie ich mir das Glück vorstelle" ist sein erster Roman.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

18. November 2014: Detlef Knut und Klaus Stickelbroek lesen aus "Düsseldorf Rechtsrheinisch"

Nach dem großen Erfolg von „Düsseldorf linksrheinisch“ gibt es nun neue spannende Geschichten aus Düsseldorf – diesmal allerdings von der anderen Seite! In „Düsseldorf rechtsrheinisch“ lassen die Autorinnen und Autoren ihre Figuren durch die rechtsrheinischen Stadtteile Düsseldorfs streifen. Denn auch hier geschehen Morde und es muss ermittelt werden.

Detlef Knut, geboren 1956 in Hagenow, ist Autor und Verleger. Er lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie in Düsseldorf und verfasste seine ersten Geschichten Mitte der 1970er Jahre. Neben der Literatur beschäftigt er sich mit Themen wie Filmemachen, Fotografie und Theater. 2010 hat Knut in Düsseldorf den kleinen Publikumsverlag "edition oberkassel" gegründet.

Klaus Stickelbroeck, geboren 1963 in Anrath, ist verheiratet und hat drei Kinder. Aufgewachsen und immer noch wohnhaft ist er in Kerken-Eyll am Niederrhein. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er als Polizeibeamter in Düsseldorf. Stickelbroeck ist einer der fünf KRIMI-COPS: Fünf Polizisten einer Dienstgruppe, die zusammen Kriminalromane schreiben.

Moderation: Michael Serrer
Eintritt frei

 

 

 


Seite empfehlen

Sie möchten diese Seite empfehlen? Vielen Dank! Tragen Sie einfach Ihren Namen und die Emailadresse der Person, die Sie über diese Seite informieren möchten und klicken Sie auf absenden.