Sag, wie hältst du's mit der Religion. Die Gretchenfrage im Spiegel der zeitgenössischen Literatur


Dies Projekt brachte RomanautorInnen, die eine der fünf Weltreligionen thematisieren, mit Vertretern der jeweiligen Glaubensrichtung ins Gespräch. Fünf Veranstaltungen fanden statt:

Im buddhistischen EKO-Tempel in Düsseldorf las am 6. Juni nach einer Tempelzeremonie der Schriftsteller Christoph Peters die Erzählung Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung aus dem gleichnamigen Erzählband. Es folgte ein lebhaftes Gespräch mit dem Japanologen Jan Marc Nottelmann-Feil vom EKO-Haus über die Philosophie des Zen.

Das Christentum stand im Mittelpunkt der Veranstaltung am 6. Oktober im Kölner DOM-Forum mit dem Autor Dieter Wellershoff und Markus Roentgen vom Erzbistum Köln. Dieter Wellershoff erzählt in seinem Roman Der Himmel ist kein Ort, wie ein Priester durch einen Unglücksfall an Grenzen des Glaubens stößt.

Islam: Die Journalistin Sophie Albers war am 11. November mit ihrem ersten Roman Wunderland zu Gast in der marokkanischen Masjid Ar-Rahman Moschee in Düsseldorf. Sie beschreibt die Welt einer jungen Frau, deren Wertesystem durch die Begegnung mit einem Deutschen arabischer Abstammung infrage gestellt wird. Die Lesung begann nach dem Freitagsgebet mit einer Moscheebesichtigung. In der Diskussion mit vielen Moscheemitgliedern (Männer) ging es um Integration, verschiedene Wertesysteme und gegenseitige Toleranz.

Hinduismus: Im Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm, bzw. im angeschlossenen Hochzeitssaal las am 24. November die Autorin und Indologin Regina Ray aus ihrer Erzählung Das Gold von Benares und passend die Hochzeitsszene aus dem noch unveröffentlichten Roman Das Mottenprinzip. Nach einer Führung  durch diesen einzigen Hindutempel südindischer Bauart Mitteleuropas beantwortete der Hindupriester Arumugam Paskaran ausführlich die zahlreichen Fragen der Gäste.

Judentum: Die Abschlussveranstaltung führte in die Duisburger Synagoge, wo Adriana Altaras aus ihrem Roman Titos Brille las. Die Auseinandersetzung mit dem Nachlass ihrer Eltern eröffnet ihr einen neuen Blick auf das jüdische Leben im deutschen Alltag. Gesprächspartner war der Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist Dr. Ludger Heid.

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