Aktivitäten des Literaturbüros NRW im Jahr 2011

Das Literaturbüro NRW schaut auf ein spannendes und erfolgreiches Veranstaltungsprogramm im Jahr 2011 zurück: Rund 5.500 Gäste konnten wir bei den 101 Veranstaltungen und Kursen begrüßen. Auf die wichtigsten Projekte blicken wir hier zurück:

Museumsschreiber
Auch 2011 wurde das Projekt Museumsschreiber erfolgreich weitergeführt. Zwei neue Bände wurden im Rahmen der „Düsseldorfer Literaturtage" vorgestellt: Judith Kuckart schrieb unter dem Titel Hauptsache Nylonkittel über das Theatermuseum, die Lesung fand am 15. Juni statt. Barbara Köhler schrieb über das Museum Kunst Palast (Ohne Titel) und stellte den Band am 16. Juni vor.

Europa erlesen
In Zusammenarbeit mit dem Europaministerium des Landes NRW haben wir die erfolgreiche Reihe fortgeführt, in der renommierte europäische AutorInnen im Düsseldorfer Stadttor auftreten. Sie lesen aus ihren Werken und diskutieren über zentrale europäische Fragen. Im Jahr 2011 hatten wir folgende Gäste:

Am 28. März las der deutsch-polnische Schriftsteller Artur Becker aus seinem Roman "Der Lippenstift meiner Mutter" und sprach über den Mythos der Kindheit und seine europäischen Wurzeln. Am 28. Juni war der ungarische Autor György Dalos zu Gast; er las aus seinem Buch „Der Vorhang geht auf" und sprach über das Ende der Diktaturen in Osteuropa. Am 13. September las und diskutierte die deutsch-türkische Schriftstellerin Zehra Ipşiroğlu. Am 22. November las die polnische Autorin Olga Tokarczuk aus ihrem Roman „Der Gesang der Fledermäuse" und stellte einen Essay zu europäischen Fragen vor. Alle Abende wurden musikalisch begleitet.

Sag, wie hältst du's mit der Religion. Die Gretchenfrage im Spiegel der zeitgenössischen Literatur
Dies Projekt brachte RomanautorInnen, die eine der fünf Weltreligionen thematisieren, mit Vertretern der jeweiligen Glaubensrichtung ins Gespräch. Fünf Veranstaltungen fanden statt:

Im buddhistischen EKO-Tempel in Düsseldorf las am 6. Juni nach einer Tempelzeremonie der Schriftsteller Christoph Peters die Erzählung Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung aus dem gleichnamigen Erzählband. Es folgte ein lebhaftes Gespräch mit dem Japanologen Jan Marc Nottelmann-Feil vom EKO-Haus über die Philosophie des Zen.

Das Christentum stand im Mittelpunkt der Veranstaltung am 6. Oktober im Kölner DOM-Forum mit dem Autor Dieter Wellershoff und Markus Roentgen vom Erzbistum Köln. Dieter Wellershoff erzählt in seinem Roman Der Himmel ist kein Ort, wie ein Priester durch einen Unglücksfall an Grenzen des Glaubens stößt.

Islam: Die Journalistin Sophie Albers war am 11. November mit ihrem ersten Roman Wunderland zu Gast in der marokkanischen Masjid Ar-Rahman Moschee in Düsseldorf. Sie beschreibt die Welt einer jungen Frau, deren Wertesystem durch die Begegnung mit einem Deutschen arabischer Abstammung infrage gestellt wird. Die Lesung begann nach dem Freitagsgebet mit einer Moscheebesichtigung. In der Diskussion mit vielen Moscheemitgliedern (Männer) ging es um Integration, verschiedene Wertesysteme und gegenseitige Toleranz.

Hinduismus: Im Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm, bzw. im angeschlossenen Hochzeitssaal las am 24. November die Autorin und Indologin Regina Ray aus ihrer Erzählung Das Gold von Benares und passend die Hochzeitsszene aus dem noch unveröffentlichten Roman Das Mottenprinzip. Nach einer Führung  durch diesen einzigen Hindutempel südindischer Bauart Mitteleuropas beantwortete der Hindupriester Arumugam Paskaran ausführlich die zahlreichen Fragen der Gäste.

Judentum: Die Abschlussveranstaltung führte in die Duisburger Synagoge, wo Adriana Altaras aus ihrem Roman Titos Brille las. Die Auseinandersetzung mit dem Nachlass ihrer Eltern eröffnet ihr einen neuen Blick auf das jüdische Leben im deutschen Alltag. Gesprächspartner war der Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist Dr. Ludger Heid.

Literarischer Sommer
Beteiligt war das Literaturbüro wieder an dem deutsch-niederländischen Literaturfestival Literarischer Sommer / Zomerlezen unter dem Motto Grenzgänger/grensgangers. Zu Gast in der Landeshauptstadt waren Tanja Dückers, Silke Scheuermann, Marente de Moor, Oliver Uschmann und Ralf Husman.

Gastland
Stein in der Erde – der Mensch obendrauf hieß die Reihe mit isländischen AutorInnen, die wir gemeinsam mit den anderen Literaturinstituten zum Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse organisierten.

Wolfgang Schiffer stellte das Sonderheft der Zeitschrift die horen mit dem Titel „Bei betagten Schiffen – Islands Atomdichter" über den Intellektuellenstreit Anfang der 50er Jahre vor.

Am 10. Oktober las der isländische Autor Sjón aus seinem aktuellen Roman Das Gleissen der Nacht im Heine Haus und am 17. Oktober stellten Steinar Bragi und sein Übersetzer Kristof Magnusson im Literaturbüro gemeinsam den Roman Frauen vor. Im zakk war der isländische Autor Hallgrìmur Helgason mit seinem neuen Buch Eine Frau bei 1000° Grad zu Gast. Im Heine-Institut wurde am 19. Oktober das Buch Der gute Liebhaber der bekannten isländischen Autorin Steinunn Sigurdardottir vorgestellt und im November bildete die Kinderbuchautorin und Vorsitzende des isländischen Schriftstellerverbandes, Kristín Steinsdóttir, mit ihrem Roman Im Schatten des Vogels den Abschluss.

Heimspiel. Lange Nacht der Düsseldorfer Literatur
Das „Heimspiel" fand im Jahr 2011 im Rahmen der „Düsseldorfer Literaturtage" am Samstag, 18. Juni statt. Ab 16 Uhr fand das Autorencafé „Bühne frei" in der Destille statt. Bis Mitternacht stellte sich dann die Düsseldorfer Literaturszene mit Lesungen und Musik in sieben Häusern an der Bilker Straße vor. Veranstaltungsorte waren das Literaturbüro, die Galerie Tedden, das Heinrich-Heine-Institut, das Institut Français, die Robert-Schumann-Gedenkstätte, die Evangelische Stadtakademie und die Destille. Margot Schroeder und Barbara Ming stellten Lyrik vor; Andreas Gerads sein Lexikon über die Welt der Simpsons, Axel von Ernst las Kurzprosa; aus unterschiedlichsten Romanen lasen Bernd Desinger, Iris Schmidt, Hannah Brebeck, Christos Yiannopoulos, Horst Eckert und Martin Conrath.

Frisch gepresst. Neue Bücher aus dem Rheinland
Diese literarische Veranstaltungsreihe wird seit neun Jahren mit großem Erfolg von den Stadtbüchereien Düsseldorf und dem Literaturbüro NRW e.V. durchgeführt.

Jeweils am dritten Dienstag des Monats um 18 Uhr stellen AutorInnen aus NRW / aus NRW-Verlagen ihre aktuellen Titel in der Zentralbibliothek vor. In den immer gut besuchten Veranstaltungen waren 2011 so unterschiedliche AutorInnen wie Markus Feldenkirchen mit Was zusammengehört, Roland E. Koch mit Unter fremdem Himmel,  Monika Peetz mit Die Dienstagsfrauen, Markus Orths mit Die Tarnkappe, Andreas Izquierdo mit Apocalypsia und Hansjürgen Bulkowski mit Liebe zur Sache zu Gast.

Nähe und Ferne
Im siebten Jahr war diese Reihe, die gemeinsam mit dem Heine-Haus und dem Heinrich-Heine-Institut organisiert wird, der Literaturkritik gewidmet: Im Literaturbüro stellte Richard Kämmerlings (u.a. Welt am Sonntag) sein Buch Das kurze Glück der Gegenwart – Deutschsprachige Literatur seit ´89 und diskutierte mit Hubert Winkels (DLF/ Die ZEIT) über Tendenzen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Zu Gast in der Reihe waren außerdem Andreas Rossmann von der FAZ (Heinehaus) sowie Verena Auffermann und Elke Schmitter mit ihrem Buch Leidenschaften. 99 Autorinnen der Weltliteratur.

In der Welt zuhause. Adelbert-von-Chamisso-PreisträgerInnen zu Gast in Düsseldorf
Vom 8. – 17. Juni waren fünf Trägerinnen und Träger des Adelbert-von-Chamisso Preises eingeladen, in Düsseldorf aus ihren Büchern zu lesen und mit dem Publikum zu diskutieren. Der Preis wird von der Robert-Bosch-Stiftung an AutorInnen mit ausländischen Wurzeln vergeben, die in deutscher Sprache schreiben. Mit Abbas Khider (Irak), Nicol Ljubic (Serbien), Catalin Dorian Florescu (Rumänien), Marica Bodrozic (Kroatien) und Ilma Rakusa (Slowakei) waren sehr unterschiedliche AutorInnen zu Gast, die dementsprechend auch ein sehr unterschiedliches Publikum anzogen. Die Veranstaltungsorte wurden nach ihrem jeweiligen Profil und passend zu den vorgestellten Büchern/AutorInnen ausgewählt.

Reisebilder
Zum dritten Mal fand im Düsseldorfer Hofgarten die Reihe Reisebilder - Literatur im Hofgarten statt. Die drei Veranstaltungen wurden vom Literaturbüro, dem Heinrich-Heine-Institut, dem Kulturzentrum zakk in Kooperation mit dem Theatermuseum organisiert.

Den Auftakt am 12. Juni machte Peter Richter mit seinem Roman Gran Via, der das Publikum mitnahm nach Madrid. Er erzählte von schöner Kunst, öligem Essen, verblüffenden Frauen, verschlagenen Männer und von Deutschen im Ausland. Die Veranstaltung am 19. Juni mit dem dt.-isländischen Schriftsteller Kristof Magnusson war ein Vorgeschmack auf die Frankfurter Buchmesse, deren Gastland Island war: In seiner Gebrauchsanweisung für Island zeigt Magnusson das sagenhafte Island wie das alltägliche, ein Land das vom Erdbeben bis zur Finanzkrise keinen Unfug auslässt. Den Abschluss bildete am 3. Juli die Lesung mit Nadja Klinger (Über die Alpen), die die ZuhörerInnen auf eine gar nicht schonende Wandertour durch die Alpen geleitete. Zum Auftakt wurden an allen Terminen passende Heine-Texte von Ensemblemitgliedern des Düsseldorfer Schauspielhauses vorgetragen.

Weiterbildung
Im Rahmen des diesjährigen Weiterbildungsprogrammes für Autorinnen und Autoren, das von den vier Literaturbüros gemeinsam organisiert wird, hat das Literaturbüro NRW zwei Seminare angeboten.

Am 21. Mai fand das ausgebuchte Seminar mit der Autorin und ausgebildeten Atem-, Sprech- und Stimmtrainerin Regina Ray statt, das Schriftstellerinnen vor allem dazu befähigen sollte, Lesungen besser zu bewältigen.

Auch die Prosawerkstatt mit dem Schriftsteller Willi Achten am 12./13. November war vollständig ausgebucht, nicht alle InteressentInnen konnten berücksichtigt werden.

In dem zweitägigen Workshop wurden verschiedene Stilmittel vorgestellt und erprobt sowie der Aufbau von Erzählungen und Romanen (Dramaturgie, Stoffentwicklung, Konflikte) diskutiert und anhand fremder und eigener Texte geübt.

Düsseldorfer Literaturtage / Bücherbummel
Mit den erstmalig veranstalteten Düsseldorfer Literaturtagen, die gemeinsam vom Literaturbüro, dem Buchhandel, dem Heinrich-Heine-Institut und dem Kulturzentrum zakk organisiert wurden, ist ein neuer, starker Akzent im Düsseldorfer Literaturleben gesetzt worden. Insgesamt 41 Veranstaltungen mit rund 70 AutorInnen, SchauspielerInnen und LiteraturkritikerInnen  listete das Programmheft auf, dazu kamen zahlreiche Lesungen und Signierstunden während des Bücherbummels auf der Kö, der vom 9.-13. Juni das Kernstück der Düsseldorfer Literaturtage bildete. Allein im Lesezelt und im Kinderlesezelt fanden an allen fünf Tagen fast nonstop Lesungen statt – und das Publikum nahm die geballte Rundumversorgung mit Literatur dankbar an. Zu der Veranstaltungsreihe gehörten außerdem u.a.:

Nacht der Poeten: Die Veranstaltung, die am 10. Juni 2011 stattfand, firmierte unter dem Slogan: Tatort Europa. Dazu lasen die drei bestens bekannten Krimi-Autoren Ingrid Noll, Friedrich Ani und Andrej Kurkow in der KÖ-Galerie aus ihren neuesten Romanen. Die drei Geschichten spannten einen Bogen von der Ukraine nach Deutschland, von der Provinz in die Großstadt, vom heimlichen Mitschmunzeln bis zum ungenierten Lachen, das einem dann schnell im Halse stecken bleiben konnte. Europa – immer ein heißes Pflaster für skurrile Krimifälle! Unterstützt von der KÖ-Galerie, Düsseldorf.

Literaturschiff: Am 11. Juni legte erneut das Literaturschiff am Schlossturm ab; mit an Bord die niederländische Schriftstellerin Magriet de Moor, die aus ihrem Roman Sturmflut las. Alexander Pankov begleitete die Lesung mit Akkordeon-Musik; Dr. Michael Braun (Konrad-Adenauer-Stiftung) und Michael Serrer gaben Lektüretipps.

Margret Feltus & Sven-André Dreyer: Buchvorstellung, Kurzprosa (12.6., Galerie Tedden)
Christoph Hein:
Lesung aus Landnahme (12.6., im Gerhard-Hauptmann-Haus)
30 Jahre Heine-Denkmal:
Bert Gerresheim, Gespräch mit Michael Serrer (14.6., Heinrich-Heine-Institut)

Öffentlicher Bücherschrank – Eröffnung im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage
Auf Initiative des Literaturbüros NRW mit Unterstützung des Kulturausschusses und des Kulturamtes wurde anlässlich der Düsseldorfer Literaturtage und des Bücherbummels am Rheinufer (Nähe KIT) der "Öffentliche Bücherschrank" eröffnet. Er ist ein neuer Anlaufpunkt für alle Bücherfreunde; rund um die Uhr können Bücher entnommen oder neue hinzugestellt werden. Im städtischen Raum entstand so auch ein kultureller Treffpunkt: Neben den Büchern können gleich auch Erfahrungen und Geschichten miteinander geteilt werden.

Literatur im Landtag
„Literatur im Landtag" ist unsere neue Veranstaltungsreihe im NRW Parlament. Sie widmet sich gesellschaftspolitischen Fragen im Spiegel der Literatur. In der Auftaktveranstaltung im Juni 2011 stand das Werk Heinrich Bölls im Mittelpunkt. Nach der Vorstellung von Bölls Werk durch Michael Serrer und den Schauspieler Bernt Hahn fand eine angeregte Diskussionsrunde mit Prof. Gertrude Cepl-Kaufmann von der Heinrich-Heine-Universität, dem Lektor von Kiepenheuer&Witsch, Olaf Petersenn sowie dem Kulturredakteur der Rheinischen Post, Dr. Lothar Schröder statt.

Die zweite Veranstaltung, eine Lesung Feridun Zaimoglu aus seinem Roman Ruß mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Migration" fand im November 2011 statt.

www.literaturstadtduesseldorf.de
lautet die Internetseite, die im Auftrag der Stadt Düsseldorf erstellt wurde und nun seit 2009 besteht. Mit Autorendatenbank, Terminkalender, Informationen zu Preisen und Stipendien, einer Auflistung aller literarischen Institutionen, Bibliotheken, Antiquariate und vielem anderen mehr bildet die Seite ausführlich das literarische Leben in der Stadt ab. Auch im Jahr 2011 wurde die Internetseite, die erfreulich hohe Zugriffszahlen aufweist, fortlaufend aktualisiert.

Düsseldorfer Schule für Literatur und Kritik
Gemeinsam mit dem Heinrich-Heine-Institut und der Heinrich-Heine-Universität veranstalteten wir diese neue Reihe für StudentInnen und BürgerInnen.

Haiku
Vor dem Hintergrund des Japan-Jahres „150 Jahre deutsch-japanische Freundschaft" hat das Literaturbüro NRW gemeinsam mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem Goethe-Institut Düsseldorf und dem EKO-Haus der Japanischen Kultur sowie dem Generalkonsulat gemeinsame Haiku-Projekte gestartet: Zum einen eine Autoaufkleber-Aktion, bei der Aufkleber und Postkarten mit Motiven von vier verschiedenen Haikus verteilt wurden. Zum anderen einen Haiku-Wettbewerb zum Thema „Freundschaft".

Sonderausgabe „fiffy fiffy" des Straßenmagazins fifty fifty
Aus Anlass des fünften Geburtstages des Projekts „Underdog", ein Hilfsprojekt für Hunde von Obdachlosen, wurde in Zusammenarbeit mit der Redaktion des Straßenmagazins fifty fifty eine Sonderausgabe des Magazins herausgeben."Fiffy fiffy" hieß das monothematische Heft, das in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erschienen ist. Auf 32 Seiten bot das Heft Poesie und Prosa von bekannten Autoren wie Theodor Fontane, Thomas Mann oder Erich Fried.

Ehrenwort
Der 2011 erschienene Band der Reihe „Ehrenwort" ist Peter Maiwald gewidmet und umfasst (teils unveröffentlichte) Gedichte des 2008 verstorbenen Lyrikers, der im Jahr 2011 seinen 65. Geburtstag gehabt hätte. Im Dezember wurde der Band im Heinrich-Heine-Institut vorgestellt.

Liebestrunken. Gedichte auf Bierdeckeln
Vier Motive mit Liebesgedichten von Ausländer, Goethe, Heine und Maiwald wurden auf Bierdeckel gedruckt. Auf der Rückseite ist jeweils Platz für ein eigenes Gedicht. Ziel der Aktion ist es, die Begegnung mit Literatur im Alltag und an unerwarteten Orten (Café/Kneipe) zu ermöglichen.

Einzelveranstaltungen / Kooperationen:
Lesung und Gespräch mit Patrick Bahners, zakk
Lesung aus Manifest der Vielen, zakk
Nacht der Museen, Lesung Picasso-Texte mit Michele Cuciuffo
Herbert Asbeck zum 75. Geburtstag, Lesung, Musik und Gespräch im Heinrich-Heine-Institut

Erstmals wickelte das Literaturbüro NRW im Jahr 2011 die Vorarbeiten zur Vergabe des Arbeitsstipendiums für Literatur und Übersetzungen für das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport ab.

Darüber hinaus war das Literaturbüro NRW in der Beratung und Vernetzung von AutorInnen, LehrerInnen und VeranstalterInnen tätig.

 

Junges Literaturbüro NRW

Kopfweide. Junge Literaturtage
Die 6. „Jungen Literaturtage" fanden erneut im Schloss Benrath statt: Sie begannen am Dienstag, 20. Oktober mit drei Schulklassen, die auf je einen Autor (Finn-Ole Heinrich, Manfred Theisen), bzw. eine Autorin (Ruth Löbner) trafen. In Lesungen und Gesprächen wurden Bücher vorgestellt, Fragen zum Beruf des Schriftstellers besprochen und Schreibaufträge erfüllt. Die Veranstaltung endete mit dem Vorlesen und Besprechen der entstandenen Schülertexte.

Das Workshop-Programm am 24.+25. Oktober war erneut ausgebucht. Die 8-14-Jährigen schrieben Märchenszenen und inszenierten sie als Schattentheater, erfanden Geschichten (Heldengeschichten, Fantasygeschichten, reale Geschichten von Freiheit, ...) und illustrierten sie, lernten Techniken des Freien Erzählens kennen und erzählten ihre Geschichten, banden ihre Texte mit einer Buchbinderin ein und gestalteten ihre Cover. Einblicke in die Workshoparbeiten vermittelten die Kinder und Jugendlichen in der voll besetzten Abschlusspräsentation am zweiten Abend. Am ersten Abend waren Sprichwörter-Kenner Rolf-Bernhard Essig und Illustratorin Ulrike Möltgen zu Gast und gestalteten eine Lesung mit Zeichen-Rätsel und vielen Fragen/Antworten rund um Sprichwörter und Redewendungen.

Klasse(n)buch. Literaturprojekt in Düsseldorfer Schulen
Mit Unterstützung des Kulturamtes und der BürgerStiftung konnten im Jahr 2011 acht (bzw. neun, da ein Projekt auf zwei Klassen verteilt wurde) Literaturprojekte an Düsseldorfer Schulen vermittelt werden. Der aktualisierte Projektpool fand wieder viel Anklang bei den Schulen. Im 2. Schulhalbjahr 2010/11 und im 1. Schulhalbjahr 2011/12, konnten fünf Grundschulklassen und vier Klassen Weiterführender Schulen (zwei Gymnasialklassen, eine Klasse einer Hauptschule, eine Realschulklasse) Literaturprojekte durchführen. Beteiligt waren die Bonifatius-Schule, die Grundschule Kaiserswerth, die Franz-Vaahsen-Schule, die Montessorischule Lindenstraße, die Paulusschule, die Montessori-Hauptschule Lindenstraße, das Marie-Curie-Gymnasium und die Werner-von-Siemens-Realschule.

Alle neun Workshops fanden mit großem Engagement aller Beteiligten erfolgreich statt. Jede teilnehmende Klasse erstellte ihr „Klasse(n)buch" mit Texten, Zeichnungen/Fotos.

Schreibtalentiade / Buchvorstellung „Fremde Welten"
Mit dem Competence Center Begabtenförderung, der Stadtbücherei und weiteren Kooperationspartnern führte das Literaturbüro den Schreibwettbewerb für die 4. Klassen der Düsseldorfer Grundschulen 2010/2011 zum zweiten Mal durch. Beteiligt haben sich rund 500 SchülerInnen aus 24 Grundschulen. Eine Jury, bestehend aus Mitarbeitern der beteiligten Institute, wählte die 24 besten Texte aus. Die Kinder, die sie schrieben, nahmen im Frühjahr an Schreibwerkstätten mit den Autorinnen Pamela Granderath und Barbara Zimmermann teilnehmen. Aus den dort entstandenen Texten wurde das Buch: Fremde Welten: 2. Düsseldorfer Schreibtalentiade für Viertklässsler, Verlag XIM Virgines, das die Kinder am 9. Juni im Rahmen der „Düsseldorfer Literaturtage" in der Stadtbücherei vorstellten.

Bücherbühne. Lesungen für Familien
Vorhang auf für Kinderliteratur! Die Lesereihe für Familien setzte das Literaturbüro mit zwei Terminen fort. Eine Veranstaltung fand am 10. Juni im Kinder-Lesezelt des „Bücherbummels" statt: Autorin und Puppenspielerin Fritzi Bender inszenierte ihre Lesung aus Balduin bleibt grün als interaktives Puppenspiel – mit begeisterten ZuschauerInnen im Kindergartenalter.

Als neuen Partner der Reihe konnten wir in der zweiten Jahreshälfte das Junge Schauspielhaus gewinnen. Dorthin luden wir am 8. November den bekannten Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel ein. Seine Lesung aus Rico, Oskar und der Diebstahlstein mit anschließendem Publikumsgespräch begeisterte die zahlreichen jungen und älteren Gäste.

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