Nähe und Ferne

Im sechsten Jahr dieser Reihe, die wir gemeinsam mit dem Heine-Haus und dem Heinrich-Heine-Institut veranstalten, stellen wir Ihnen AutorInnen und ihre Werke vor, die vom Rheinland aus in die Ferne schweifen.

22. November, 19.30
Heinehaus
Bolkerstraße 53
Eintritt: 5,-

Nähe & Ferne: Alexander Nitzberg liest Daniil Charms
Daniil Charms war komisches Genie, Sprachartist, Meister des Absurden, kurzum: ein russisches Gegenstück zu Ringelnatz und Beckett. Bis in die späten 80er Jahre waren seine Texte in der Sowjetunion verboten, der kafkaeske Nonsens seines Werks scheint heute jedoch moderner denn je. Der Berliner Galiani Verlag hat sich nun an eine Werkausgabe des russischen Avantgardisten gemacht, die ersten beiden Bände sind gerade erschienen. Aus dem Russischen neu übersetzt wurden Charms Texte von dem Düsseldorfer Autor, Übersetzer, Librettist und Lyriker Alexander Nitzberg.

15. November, 19.30
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Straße 12-14
Eintritt:5 Euro (erm. 3 Euro)

Dan Lungu und Jan Cornelius lesen „Wie man eine Frau vergisst“
Vernunft ist für den Enthüllungsjournalisten Andi das oberste Prinzip im Leben. Verlassen von seiner Frau jedoch, weiß er keine rationale Erklärung und entwirft ein ganzes Arsenal von Strategien zum Vergessen. Als er von seiner Zeitung den Auftrag bekommt, über eine Gruppe gläubiger Protestanten zu recherchieren, verkompliziert sich die Situation. Voller Ironie und Humor erzählt Dan Lungu über die Widrigkeiten der Emotion, der Verdrängung und der Flucht in neue Lebenshaltungen.

Dan Lungu, geboren 1969, ist Soziologiedozent in Iasi, Rumänien. Seine Erzählungen und Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Der seit 1977 in Düsseldorf lebende Autor und Übersetzer Jan Cornelius hat den neuesten Roman von Dan Lungu wieder kongenial ins Deutsche übertragen: verstörend und amüsant, fiebernd vor existenzieller Unruhe. Moderation: Dr. Karin Füllner Veranstaltung in der Reihe "Nähe und Ferne"

Dienstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr
Literaturbüro NRW e.V.
Bilker Straße 5
40213 Düsseldorf
Eintritt: 5,-/3,- €

Sabine Küchler: Was ich im Wald in Argentinien sah
Ausstaffiert mit intelligenter Kleidung, die selbst einen Kondor erblinden lassen möchte, und allem, was zur Survival-Ausrüstung eines modernen Conquistadors zählt, macht sich Küchler auf den Weg in den Wald nach Argentinien. Außerdem im Gepäck: eine handfeste Traumatisierung durch die Sonntagsausflüge ihrer Familie, eine Handvoll Trostformeln aus der deutschen Romantik sowie jede Menge Feld-, Wald- und Wiesen-Weisheiten vermeintlicher Freunde.
Ein Roman in Form eines Sammelalbums mit Bildern zum Einkleben, der den Leser selbst zu einer Expedition in die Bildwelten des argentinischen Nebelwaldes einlädt: Sabine Küchler erzählt sprachmächtig, einsichtsreich und wunderbar selbstironisch von einer die auszog, den Wald kennenzulernen.

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