Frisch gepresst. Neue Bücher aus Düsseldorf

Eine Veranstaltungsreihe des Literaturbüros NRW e.V. und der Zentralbibliothek Düsseldorf mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Stadtbüchereien und des Kulturamtes der Stadt Düsseldorf

Programm 2006

Dienstag, 17. Januar 2006
Stephan Harbort
Der Liebespaarmörder (Droste Verlag)
Kaltblütig hat der "Liebespaar-Mörder" von 1953 bis 1958 seine Opfer getötet - meist, wenn sie sich im Dunkel der Nacht in ihren Autos sicher fühlten. Spannend und perfekt erzählt, schildert der bekannteste Serienmord-Experte Deutschlands die in der deutschen Kriminalgeschichte einzigartigen Verbrechen. Bis heute sind die mysteriösen Liebespaar-Morde einzigartig geblieben. Eine vergleichbare Mordserie hat es in Deutschland nie wieder gegeben. Stephan Harbort, geboren 1964, Kriminalhauptkommissar, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er veröffentlichte populärwissenschaftliche Bücher und Sachbuchkrimis. Er ist darüber hinaus als Fachberater bei wissenschaftlichen TV-Dokumentationen, Kino-Produktionen und als Experte für "Serienmord/Fallanalytik" tätig.

Dienstag, 21. Februar 2006
Ina-Maria von Ettingshausen
Agava im Licht (Grupello Verlag)
Ein lyrisches Tagebuch über Ehe, Liebe und Sehnsucht mit Fotos, Collagen und Zeichnungen.
Ina-Maria von Ettingshausen, geboren 1944, studierte bis 1965 am Dolmetscher-Institut der Universität Saarbrücken und arbeitete zunächst als Fremdsprachenkorrespondentin. Seit 1979 veröffentlichte sie Lyrik, Kurzprosa und Reflexionstexte über das Frausein. Außerdem leitete sie Frauenselbstfindungsseminare und beschäftigte sich mit Fotografie und bildender Kunst.

Dienstag, 21. März 2006
Ingrid Bachér
Der Liebesverrat (Dittrich Verlag)

Drei seit langem miteinander befreundete Paare treffen sich in einem Nobelrestaurant auf dem Lande, um gemeinsam die letzten Stunden des Jahres 2004 miteinander zu verbringen. Überraschend mitgebracht hat das eine Paar eine sehr junge, schöne Frau. Ihre Anwesenheit verändert nicht nur das Zusammenspiel der drei Paare, sondern fordert auch von dem, den sie liebt, eine Entscheidung.

Ingrid Bachér, geboren 1930, studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 1949 arbeitete sie als freie Journalistin u.a. in Rom und später als freie Schriftstellerin in München, Krefeld und Düsseldorf. Außer zahlreichen Romanen und Erzählungen veröffentlichte sie auch Jugendbücher, Reiseberichte, Hör- und Fernsehspiele.

Dienstag, 18. April 2006
Petra Welzel
Hildegards Lied(Krüger Verlag)

Ihr Vater will die junge Hildegard an einen Adligen verheiraten. Doch sie liebt Erik, einen armen Troubadour. Nur ein Ausweg bleibt: Sie geht ins Kloster. Aber auch als Nonne ordnet Hildegard sich nur schwer unter. Wieder flüchtet sie: Ihre Heilkunst wird am Hof des deutschen Kaisers verlangt. Endlich wird sie auch in der Kirche anerkannt und erhält ihren großen Auftrag. Sie soll ein Kloster gründen - in Bingen am Rhein. Petra Welzels Roman ist der Bericht über ein dramatisches Leben, über eine Frau, die bis heute für ihre Heilkunst und ihre Musik berühmt ist.

Petra Welzel, geboren 1962, war nach dem Studium als Sozialarbeiterin tätig, bis sie zum Drehbuchschreiben kam und zahlreiche Serien und TV-Movies schuf. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Dienstag, 16. Mai 2006
Veronika Beci
Robert und Clara Schumann/ Die Familie Mozart (Artemis & Winkler bei Patmos Verlag)

Musik und Leidenschaft - der Untertitel von Veronika Becis Doppelbiographie über Clara und Robert Schumann steht als Motto über der Veranstaltung, in deren Mittelpunkt neben dem neuen Buch der Münsteraner Autorin über das geniale Künstlerpaar auch der Jubilar Wolfgang Amadeus Mozart steht. Veronika Beci nähert sich ihren Protagonisten, indem sie deren soziales Umfeld absteckt und so auch die gesellschaftlichen, familiären und sozialen Hintergründe beschreibt, auf dessen Hintergrund die Geschichten der drei Musiker erst verständlich werden.

Veronika Beci, geboren in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Münster. Die promovierte Musikologin und Kunsthistorikerin ist Autorin zahlreicher Musiker- und Dichterbiographien und musikhistorischer Sachbücher.

Dienstag, 20. Juni
Esther Mujawayo
Ein Leben mehr (Peter Hammer Verlag)

"Es gibt Geschichten, die niemand zu Ende hören will oder kann." Wer wie Esther Mujawayo einen Genozid überlebt hat, weiß mehr als andere um die Grenzen menschlichen Mitgefühls. "Ein Leben mehr" ist vor allem ein Buch über das Zuhören, Sprechen dürfen und Sprechen können. Elf Jahre, nachdem Hutu-Milizen in Ruanda mit tatkräftiger Unterstützung aus der Bevölkerung alle Tutsi auslöschen wollten, beobachtet Mujawayo, wie sich der Völkermord in die Erinnerung der Überlebenden tiefer und tiefer eingräbt, während er im kollektiven Gedächtnis des Landes verblasst.

Esther Mujawayo, geboren 1958 in Ruanda, verlor während des Völkermordes Ihren Mann und überlebte mit ihren beiden kleinen Töchtern in Kigali. Die Soziologin und stellvertretende Landesrepräsentantin für Ruanda, Burundi und Ostkongo hielt nach dem Genozid Vorträge auf vielen internationalen Konferenzen und arbeitete bei TV-Dokumentationen mit. Sie ist Milbegründerin der Organisation Avega für die Opfer des Genozids und engagiert sich bei der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. Heute lebt Esther Mujawayo in Deutschland und arbeitet als Psychotherapeutin.

Dienstag, 19. September
18.00 Uhr
Wolfgang Mock, Simplon

Vor hundert Jahren wurde der Simplontunnel zwischen der Schweiz und Italien eröffnet. Mit der Entstehung dieses Bauwerkes verbinden sich viele Hoffnungen. Sowohl in der Schweiz, als auch in Italien fiebern die Menschen der Eröffnung des Tunnels entgegen.
Auch für den Ingenieur Alessandro und seine junge Frau Gianna ist der Simplontunnel die Chance ihres Lebens. Wie die meisten ihrer Mitmenschen sehen sie im Fortschritt die Grundlage, auf der sich nicht nur ihr privates Glück, sondern zugleich allgemeiner Frieden und Wohlstand entwickeln werden. Wolfgang Mock erzählt packend eine Geschichte von Menschen, die die Vision eines friedlich vereinten Europas teilen, in dem es mehr Arbeit und Wohlstand und weniger Grenzen gibt.
Wolfgang Mock arbeitete dem Studium der Geschichte und Germanistik fünf Jahre als wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Historischen Institut in London, und kam anschließend, mit Zwischenstationen in Lissabon, als Journalist nach Düsseldorf. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen hat er mehrere Kurzgeschichten in Anthologien publiziert. 1996 veröffentlichte er seinen ersten Thriller, "Diesseits der Angst", 2003 folgte "Der Flug der Seraphim".

Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 17. Oktober
18.00 Uhr
Wulf Noll, "Dann, gute Nacht, Madame! Ein indisches Reisebild"

Das Reisebild führt zurück in eine Zeit, in der viele junge Leute aufbrachen nach Indien auf der Suche nach Vervollkommnung und Ruhe, neugierig auf die fremde Kultur und fasziniert von der Fremdheit.
So auch drei junge Männer in diesem Buch, deren Weg zu Sehnsuchtszielen wie Srinagar, Benares, die Himalaya Region, Madras oder Goa anschaulich schildert. Erzählt wird im Rückblick aus der Perspektive des Protagonisten, der beim Ordnen seiner Reisenotizen von seinen Erinnerungen eingeholt wird und das Erlebte in Traumsequenzen, Mitteilungen und Briefen einer rätselhaften Adressatin mitteilt.
Wulf Noll, 1944 in Kassel geboren, arbeitete als Lehrer, Journalist, Lektor und von 1993 bis 1997 Professor für deutsche Sprache und Literatur an japanischen Universitäten. Mit seiner Frau, der Künstlerin Mutsumi Aoki, lebt er in Düsseldorf.

Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 21. November
18.00 Uhr
Herbert Genzmer, Gerechtigkeit für João Pereira
Mitteldeutscher Verlag

Beck, ein Düsseldorfer Schriftsteller mit einem nach eigener Meinung grandiosen Manuskript, wird von seinem Verlagshaus seit Jahren hingehalten und vertröstet. Als er dann auch noch in eine ernsthafte Ehekrise gerät beginnt er, die wildesten Rachpläne zu schmieden und sehnt sich danach, in die Haut des Protagonisten seines eigenen Romans schlüpfen zu können, der zwar ähnliche Probleme hat, seine Umwelt aber mithilfe einer ganz speziellen Kunstfertigkeit manipulieren kann. Doch genau an diesem Vormittag scheint sich das Schicksal zu seinen Gunsten zu wenden und Beck ergreift die unerwartete Chance, die sich ihm plötzlich bietet...
Ein furios erzählter Roman vor der typischen Kulisse der Düsseldorfer Innenstadt.

Herbert Genzmer, 1952 in Krefeld geboren, veröffentlichte nach seinem Debüt Cockroach Hotel (1986) mehrere Romane, darunter Die Einsamkeit des Zauberers, (1999), Letzte Blicke, flüchtige Details (2000) und Nachtblau (2005). Nach längeren Auslandsaufenthalten lebt Herbert Genzmer als Schriftsteller und Übersetzer in Krefeld und Tarragona (Spanien)

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