Seitenwahl

Kennen Sie das? Sie wollen einfach mal wieder ein spannendes oder interessantes Buch lesen, suchen also die Buchhandlung auf und werden von einer Flut von Neuerscheinungen erschlagen. Aus den tausenden ständig neu gedruckten Seiten die schönsten auszuwählen, 'wahlverwandte' und inspirierende Autoren zu finden, ist kein Leichtes. Die gemeinsam von der Kögalerie und dem Düsseldorfer Literaturbüro konzipierte Lesereihe "Seitenwahl" soll ein wenig (und vielleicht ein bisschen mehr) Licht ins Dunkel der alltäglichen Textfluten bringen und Anregung für das weitere Suchen und Seitenwählen sein.

Dienstag, 1. März 2005, 19 Uhr
Thomas Brussig, Wie es leuchtet

Wie es leuchtet - das Leben in seiner ganzen Fülle, Absurdität und Herrlichkeit, in einer Zeit des Aufbruchs und der neu gewonnenen Freiheit. Thomas Brussig erzählt mit großer Begeisterung von der Zeit vom Sommer 1989 bis zum Sommer 1990, von der ersten Flüchtlingswelle über Budapest bis hin zum Mauerfall und der Fußballweltmeisterschaft. In großen und kleinen Geschichten werden Tragik und Komik der Wende lustvoll in Erinnerung gerufen.

Thomas Brussig wurde 1965 in Berlin geboren und studierte Soziologie und Dramaturgie. Der im Ostteil Berlins aufgewachsene Schriftsteller ist u. a. Autor der erfolgreichen Romane Helden wie wir, Leben bis Männer und Am kürzeren Ende der Sonnenallee. Seine Texte sind vielfach als Bühnenfassung adaptiert und verfilmt worden (Sonnenallee wurde 1999 als erfolgreichster deutscher Film ausgezeichnet).

Dienstag, 19. April 2005, 19 Uhr
Harald Martenstein, Vom Leben gezeichnet. Tagebuch eines Endverbrauchers

Darauf einen Martenstein! Wer Deutschland und die Welt nicht mehr versteht, braucht diesen Mann, um den Glauben an die (seltsamen) Gesetze des Kosmos zurückzugewinnen. In Vom Leben gezeichnet. Tagebuch eines Endverbrauchers (Hoffmann und Campe, 2004) führt Martenstein seine Leser (und Hörer) in witzig-ironischer Manier durch den Reform-, Superstar- und Bildungsnotstandsdickicht der Bundesrepublik und hilft, die Welt wenn auch nicht verständlicher, so doch mindestens erträglicher zu machen.

Harald Martenstein, 1953 geboren, ist leitender Redakteur beim Berliner Tagesspiegel und Vater eines neunjährigen Sohnes. U. a. verdankt ihm der Buchmarkt die Werke Das hat Folgen. Deutschland und seine Fernsehserien und Die Mönchsrepublik. Erotik in der deutschen Politik von Adenauer bis Claudia Nolte.

Dienstag, 24. Mai 2005, 19 Uhr
Lothar Offak/Gisbert Haefs, Nobody sings Dylan like Dylan

"Nobody sings Dylan like Dylan" - Lothar Offak straft den Volksmund Lügen. Schließt man die Augen, wenn Offak auf der Bühne steht, könnte man glauben, Dylan leibhaftig zu erleben. Gisbert Haefs, bekannter Übersetzer der Dylan-Lyrics, ist die geeignete Unterstützung, um den heutigen 64. Geburtstag der Legende gebührend zu feiern. Dass Dylan-Lyrics als Dylan-Lyrik zugleich auch Zeugnis eines Dichters unter den Rockmusikern sind, beweisen die nicht seltenen Stimmen derjenigen, die in Dylan einen würdigen Kandidaten für den Literatur-Nobelpreis sehen.

Lothar Offak, begann 1984 autodidaktisch mit dem Erlernen des Gitarrenspiels und begann bald mit der Interpretation von Folk-Songs. Mehrere Englandaufenthalte vertieften das Interesse an dieser Richtung: Mit ersten Auftritten in namhaften Londoner Folk-Clubs wie dem Troubadour, wo auch Bob Dylan in seiner Anfangszeit zu hören war, begann für Offak eine Musikerkarriere mit bis heute mehr als 500 Konzerten und einem Repertoire von über 250 Titeln

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bad Godesberg. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer (u. a. Bob Dylan, Jorge Luis Borges, Rudyard Kipling) ist er haftbar zu machen für zahlreiche Erzählungen, Krimis (rund um den Krimihelden 'Matzbach') und historische Romane (Hannibal, Alexander, Troja, Raja, Roma, Die Geliebte des Pilatus).

Dienstag, 15. November 2005, 19 Uhr
Wolfgang Hohlbein, Die Rückkehr der Templerin

Der Roman Die Rückkehr der Templerin (Heyne-Verlag, 2004) schildert die abenteuerlichen Reisen der jungen Frau Robin, die - auf der Suche nach dem sagenhaften "Wasser des Lebens" - bis tief in die Wüste vordringt und dabei die gefährlichen Schauplätze der Templer-Kreuzzüge durchqueren und -leben muss. Spannungsvoll belebt Hohlbein die kriegerische und geheimnisumwitterte Welt der Templer im ausgehenden 12. Jahrhundert, in deren Begleitung Robin - als Mann verkleidet - einst ins "heilige Land" gekommen war.

Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, darf zurecht als "Star" des Fantasy- und Horrorgenres gelten. Der in Meerbusch bei Neuss mit Frau, Kindern und diversen Katzen lebende Autor (u. a. Märchenmond, Das Druidentor, Der Hexer von Salem) bringt jedoch auch auf dem Gebiet des historischen Romans (Der Ring des Sarazenen, Die Rückkehr der Templerin) jene Fähigkeiten wirkungsvoll zum Einsatz, die ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren von Spannungsliteratur gemacht haben.

Alle Veranstaltungen finden statt in Mayr's Restaurant, KÖ-Galerie, Königsalle 60

Die Reihe Seitenwahl veranstaltet das Literaturbüro NRW e.V. gemeinsam mit der KÖ-Galerie Düsseldorf.

Ansprechpartnerin: Maren Jungclaus Literaturbüro NRW e.V. Bolkerstraße 53 40213 Düsseldorf Tel.: 0211-8284590

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