Frisch gepresst. Neue Bücher aus Düsseldorf

Auch in 2005 setzt das Literaturbüro gemeinsam mit der Zentralbibliothek Düsseldorf die Reihe fort, in der wir Neuerscheinungen vorstellen, die aus der Feder von Düsseldorfer AutorInnen oder aus einem Düsseldorfer Verlag stammen.

Alle Veranstaltungen finden statt in der Zeitungslesezone der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner Platz, Beginn ist 18.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

18. Januar

Lis Schenk Der Süden des Lebens, Auwald Verlag

Mit dem im Essener Auwald-Verlag erschienenen Gedichtband Der Süden des Lebens hat die Düsseldorfer Autorin ihr fünftes Buch veröffentlicht. Die 250 lyrischen Texte machen mit Stimmungen, Visionen und Erfahrungen der vielreisenden, mehrsprachigen Autorin bekannt, die sich häufig am Mittelmeer - vorzugsweise in Italien, an der Côte d'Azur und in Südspanien - aufhält. Inspiriert haben Lis Schenk aber auch Düsseldorf und der Rhein. Einen Teil der Texte hat die Autorin selbst ins Französische und ins Italienische übersetzt. Die Fassungen stehen in dem Band hintereinander, sodass sie unmittelbar miteinander vergleichbar sind. Sie stellt einige davon bei ihrer Lesung in drei Sprachen vor, liest aber vorwiegend auf Deutsch.

Lis Schenk war nach dem Abitur und verschiedenen Studien Redaktionsmitglied der Rheinischen Post in Düsseldorf und betreibt nun in der Landeshauptstadt ihr Redaktionsbüro "Premiere". Die Autorin veröffentlichte vier Bücher mit Gedichten und Kurzgeschichten, weiterhin liegen ein Bühnenstück, ein Roman und als Hörbücher konzipierte Kurzgeschichten vor.

15. Februar

Hermann Spix Die Leute vom Tuppenhof Klartext-Verlag

In mehr als zehnjähriger Arbeit hat Hermann Spix die jahrhundertealte und wechselvolle Geschichte des Tuppenhofes im Kaarster Ortsteil Vorst untersucht, der heute Museum und Begegnungsstätte für bäuerliche Geschichte und Kultur ist. Dabei führten ihn seine Recherchen von Aachen über Dublin bis nach Wien und in die Archive des Vatikans. Fast 700 Jahre alte Dokumente erlauben zudem erstmalig einen Blick auf mittelalterliche Lebens- und Denkweisen, auf Besitzverhältnisse und familiäre Bande. Man erfährt von Kriegs- und von Friedenszeiten, von sozialen Aufstiegen und Abstürzen, von Aufständen und Revolutionen. Das Buch bietet auch Einblick in private Lebenswelten: Es erzählt von Geburt, Heirat und Tod, von Pachten und Steuern. Spix beleuchtet bisher unbekannte Zusammenhänge und macht eine spannende Zeit lebendig.

Hermann Spix wurde 1946 in Düsseldorf geboren. Nach seiner Kindheit am Niederrhein, in Düsseldorf und Mettmann studierte er Pädagogik, Germanistik und Geschichte und war viele Jahre im In- und Ausland als Lehrer tätig.

15. März

Rosemarie Marschner
Das Bücherzimmer, dtv premium
dtv

Österreich im Jahre 1939: Die vierzehnjährige Marie, geboren als uneheliches Kind, wird Dienstmädchen in Linz. Ihr Tagesablauf, geprägt von harter Arbeit, steht im Gegensatz zu dem Leben der reichen Stadtmenschen, für die Marie arbeitet. Doch dann interessiert sich der junge, begüterte Franz für Marie, deren Leben nun eine ungeahnte Wendung nimmt.
(ausgewählt auch mit Blick auf den Frauentag am 8. März)

Rosemarie Marschner lebt seit 1973 als freie Journalistin und Schriftstellerin in Düsseldorf. Das Bücherzimmer ist ihr 5. Roman.

19. April

Daniela Jodorf
Shambala. Reise ins innerste Geheimnis
Kamphausen Verlag

Die Journalistin Caroline von Teubner wird nach Neu Delhi versetzt - eine willkommene Unterbrechung ihres Alltags in Berlin. Doch in Indien warten ungeahnte Schwierigkeiten auf sie:
Eine abenteuerliche Reise führt sie in den Himalaja, wo sie in das Geheimnis um den buddhistischen Mythos des heiligen Königreiches eindringt.
Ein Buch über Indien, die Religion und zugleich ein spannender Krimi.

Die Juristin Daniela Jodorf lebt und schreibt in Düsseldorf. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Meditation und Achtsamkeitsschulung.

17. Mai

Charlotte Marlo Werner
Friedrich Schiller und seine Leidenschaften
Droste Verlag

Zum 200. Todestag Friedrich Schillers hat Charlotte Marlo Werner den Focus auf die Frauen um den großen Schriftsteller gerichtet: auf seine Mutter, seine Schwestern, seine Gönnerinnen und seine großen und kleinen Affären, auf die er sich einließ, bevor er Charlotte von Lengefeld heiratete (in deren Schwester Caroline er sich ebenfalls verliebt hatte).

Charlotte Marlo Werner arbeitet als Buchautorin, freie Journalistin und am Frauenkultur-Archiv der Heinrich-Heine-Universität. In der Frisch gepresst Reihe wurde schon ihr Buch über Annette Kolb vorgestellt.

21. Juni

Ulrich Harbecke
Der gläubige Kardinal
Grupello

Die St. Kilian-Gemeinde hält zu ihrem alten Pfarrer Wilhelm Hausner, der zwar am Ostersonntag in aller Öffentlichkeit seinen Glauben verlor, aber damit ungeahnte religiöse Entdeckungen auslöste. "Bei Gott ist nichts unmöglich", sagen sich die Kilianer und machen sich daran, ihren Oberhirten zu rechristianisieren. Und dann geschieht das Wunder, passend zum Pfingstfest...

Ulrich Harbecke studierte Theater- und Musikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte in Köln und in Wien. Er leitete die Abteilung Religion und Bildung des WDR. Harbecke publizierte Sachbücher und Romane.

19. Juli

Heide Küsters
Hätte ich Hände
Beerenverlag (Frankfurt/Main)

Hätte ich Hände ist die erste Veröffentlichung der jungen Düsseldorfer Autorin, eine phantastische und eigenwillige Erzählung über Vertrautheit und Fremdheit, über Liebe und Ablehnung, in deren Mittelpunkt die Frage steht, wodurch ein Mensch zu einem anderen gehört.

Heide Küsters studierte in Düsseldorf Germanistik und Romanistik; 2001 erhielt sie ein Autorenstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen. Für das Tanztheaterstück Zwanzig Zentimeter Paradies von Marie Goeminne und Shinsaku Yuasa verfasste sie die Texte.

20. September 2005

Heike Smets
Poetry in a box

Kurz sind die Gedichte von Heike Smets: Manchmal bestehen sie nur aus wenigen Worten. Nicht alle sind so knapp wie

November Blues
Tree
Eat
Bird,

Immer aber passen sie auf ein (Poesie)Kärtchen. 54 zweifarbig bedruckte Kärtchen hat der Grupello-Verlag in eine kleine Poesie-Box gepackt und macht die Texte so universell verfügbar:
Man kann sie im Zug liegen lassen oder Freunden aufs Kopfkissen legen, man kann sie an den Spiegel stecken oder anderen Leuten in die Manteltasche... Heike Smets, am Niederrhein geboren und in der Eifel zuhause, wird diese Kurztexte, aber auch längere Geschichten aus ihrem Werk vorstellen.

18. Oktober 2005

Sandra Lessmann
Die Richter des Königs

Der historische Roman der Düsseldorfer Autorin spielt im London des Jahres 1665. Giftmorde an Richtern der oberen Justizkreise erschüttern die Metropole an der Themse. Als der Ermittler Sir Orlando selbst erkrankt, wendet er sich an einen vertrauten Priester, der seinen Arztberuf aufgegeben hat, um in die Dienste der Kirche zu treten. Unversehens geraten beide in einen Strudel von Verbrechen....

Sandra Lessmann studierte nach einem fünfjährigen Englandaufenthalt in Düsseldorf Geschichte, Anglistik, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaften, widmet sich aber in erster Linie dem Schreiben. Die Richter des Königs ist ihre erste Veröffentlichung.

14. November 2005

Lothar Schröder
Litparade. Die 100 besten Jugendbücher

Seine persönliche Litparade hat der Literatur-Redakteur der Rheinischen Post zusammengestellt: Klassiker und Neuerscheinungen, Bestseller und Geheimtipps beschreibt er unterhaltend und verführend - da gibt es Neues zu entdecken und Altes wiederzufinden - und ganz bestimmt findet auch jede( r) etwas aus seiner oder ihrer ganz persönlichen Litparade - oder fügt es dieser auf Anraten Schröders hinzu...

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