Die Arabische Welt in Düsseldorf

Wie in jedem Jahr wird das Literaturbüro gemeinsam mit dem Heinrich-Heine-Institut, dem Kulturamt der Stadt Düsseldorf, dem Institut Francaise, der Buchhandlung Literatur bei Rudolf Müller und dem Kulturzentrum zakk Autorinnen und Autoren einladen, die im Rahmen des Buchmessenschwerpunktes im Herbst nach Deutschland kommen. Gastland der Frankfurter Buchmesse 2004 ist die Arabische Welt.

„...viel näher als fremd“
Lesereihe arabischer Literatur in Düsseldorf

Dienstag, 5. 10., 20.00 Uhr

Zakk Düsseldorf
Fichtenstraße 40
40233 Düsseldorf

Tausendundeine Nacht. Ein musikalisch-literarischer Abend mit Dr. Claudia Ott, Hermann Wiedenroth, Roman Bunka und Issam El-Mallah.
Generationen von Lesern wurden von ihnen durch das Leben begleitet, den Erzählungen der Schahrasad, die sich mit ihrer Phantasie und ihren spannenden Geschichten das Leben retten konnte. Doch was ist uns wirklich bekannt von dem Epos Tausendundeine Nacht, das bestimmend wurde für unser Orientbild? Die Arabistin und Übersetzerin Claudia Ott hat in ihrer Neuübersetzung erstmals die älteste arabische Fassung der berühmtesten orientalischen Erzählsammlung in deutscher Sprache zugänglich gemacht. Claudia Ott wird berichten, wie sie ihre Mammutarbeit bewältigt hat, die sie immer wieder vor neue Fragen stellte: Wie lassen sich Anspielungen auf den Koran oder arabische Sprichwörter auch in einer anderen Sprachkultur verständlich darstellen? Wie lassen sich Reime und Metren übertragen? Welche Entsprechungen sind möglich für die verschiedenen Stilebenen und Dialekte? Präsentiert werden an diesem Abend Auszüge aus den neu übersetzten Geschichten im Wechsel mit Musikstücken aus der klassischen arabischen Tradition, andalusisch-arabische Lieder, Improvisationen sowie Kompositionen des ägyptischen Komponisten und Violinvirtuosen Abdo Dagher.
Dr. Claudia Ott ist Orientalistin, Übersetzerin und Musikerin in mehreren internationalen Ensembles für orientalische Musik. Derzeit ist sie wissenschaftliche Assistentin an der Universität Erlangen-Nürnberg. Mit ihr treten auf Hermann Wiedenroth (Sprecher), Roman Bunka (Laute) und Issam El-Mallah (Mazhar/Perkussion).
Eintritt: 6,-/4,-

Sonntag, 10. 10., 11.00 Uhr

Heinrich-Heine-Institut
Bilker Straße 12-14,
40213 Düsseldorf

Arabische Literatur in Düsseldorf: Abbas Beydoun (Libanon)/Michael Kleeberg (Deutschland)

Abbas Beydoun, geboren 1945 im Südlibanon, gehört zu den renommiertesten Schriftstellern und Publizisten der Gegenwart. Seine Werke sind zugleich engagiert und selbstkritisch, vor allem in seine kulturpolitischen Essays hinterfragt er das Verhältnis des Westens zur arabisch-islamischen Welt und die eigenen Positionen. In seinem lyrischen Werk hat er sich nach einer frühen, politisch engagierten Phase bald den surrealistischen Strömungen in der arabischen Poesie zugewandt. Er verzichtet auf sprachlichen Schmuck und setzt stattdessen auf ungewöhnliche, oft verblüffende Metaphern und Bilder. Michael Kleeberg gilt als Autor, der durch sein erzählerisches Talent und seine sprachliche Brillanz der deutschen Gegenwartsliteratur neue Impulse gegeben hat. Er präsentiert sich als scharfer Beobachter von Alltagssituationen und gesellschaftlichen Verhältnissen, aber auch als Kenner des Menschen. Mittels literarischer Reisen in die Innenwelten seiner Protagonisten gewährt er Einblick in die Sphären des menschlichen Unbewussten, Verborgenen bis hin zu den seelischen Abgründen. Vier Wochen war er Anfang 2003 zu Gast in Beirut bei seinem Schriftstellerkollegen Abbas Beydoun. Das Leben dort, die Gespräche über den Islam, den Westen, über Literatur und Politik hinterließen tiefe Eindrücke, die er in seinem Libanesischen Reisetagebuch Das Tier, das weint festhielt. In dieser Matinee stellen die beiden Autoren ihre Werke vor und führen einen Dialog über literarische und geographische Grenzen hinweg.
Eintritt: 6,-/4,-

Donnerstag, 14. 10., 19.30 Uhr

Buchhandlung Literatur bei Rudolf Müller
Neustraße 38
40213 Düsseldorf

Arabische Literatur in Düsseldorf: Najem Wali, Die Reise nach Tell al-Lahm Als Najem von der kuwaitischen Front nachhause zurückkehrt, empfängt ihn seine Nachbarin Ma'ali mit der Nachricht, dass seine Frau mit ihrem Mann, dem Palmenkletterer und Hahnenbändiger Asiyad Luti, durchgebrannt ist. Sie verführt ihn zu einer gemeinsamen Reise in einem gestohlenen Auto, einer Reise quer durch den Irak bis in die geisterhafte Stadt Tell al-Lahm. Ein großartiger Roman über die Liebe und den Krieg, in dem nach und nach die Lebensgeschichten der einzelnen Figuren enthüllt werden.
Eintritt: 6,-/5,-

Dienstag, 19.10., 20.00 Uhr
zakk
Fichtenstraße 40
40233 Düsseldorf

Arabische Literatur in Düsseldorf : Malek Alloula, Les festins de l'exil

 

Speisen und Feste - ein nicht unwichtiger Aspekt arabischer Lebenswelten. Der Schriftsteller Malek Alloula lädt uns ein zu einer Reise durch östliche Tafelfreuden und macht uns bekannt mit einem der wichtigsten Aspekte arabischer Lebenswelten: der Gastfreundschaft. Malek Alloula, in Algerien geboren, lebt seit 1967 in Paris. Er studierte Literaturwissenschaft in Algerien und an der Pariser Sorbonne, wo er mit einer Arbeit über Diderot promovierte. Er schreibt Prosa, Lyrik und verfasst kulturwissenschaftliche Essays und Bücher.

Wer sich mit den Autorinnen und Autoren auf diese literarische Reise durch die arabische Welt begibt, der wird ganz sicher ein neues und erweiterten Bild von dieser Region bekommen – jenseits von dem täglich durch Medien vermitteltem!

In Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut, dem Kulturamt der Stadt Düsseldorf, der Buchhandlung Literatur bei Rudolf Müller und dem Kulturzentrum zakk.

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