Museumsschreiber Düsseldorf 7 - Literaturbüro NRW e.V.

Museumsschreiber Düsseldorf 7

Ole Könnecke. Aquazoo + Löbbecke-Museum

ISBN: 978-3-934268-71-5
Seiten: 64
Preis: 9,90 €
Rezension lesen
Auszug lesen
Rezension

NRZ, 26.10.09:

Party mit Pinguinen… Der preisgekrönte Kinder- und Jugendbuchautor beschreibt den Zoo-Alltag aus Sicht des Otters nicht nur in Worten… auch in den Illustrationen.

RP, 24.10.09:

Nemo erzählt aus dem Zoo… ein spannendes Kinderbuch

auszug

Ole Könnecke

Mit Nemo unterwegs

Aquazoo – Löbbecke Museum

 

Als Museumsotter steht man im Rampenlicht. Man wird fotografiert, man wird gestreichelt, man repräsentiert. »Nemo, so gut wie du möchte ich es auch

mal haben« – wie oft habe ich diese oder ähnliche Bemerkungen schon gehört.

Dabei gibt es kaum einen Beruf, der so viel von einem verlangt wie eben der des

Museumsotters. Ein paar Beispiele? Bitte, kein Problem.

Ich lege großen Wert darauf, stets als erster am Arbeitplatz zu erscheinen.

Ein Otter in meiner Position sollte in allen Bereichen ein Vorbild sein.

Nach einem kleinen Frühstück beginne ich mit meinem Rundgang.

Die Geländer müssen regelmäßig auf ihre Stabilität überprüft werden.

Und die Dielen auch. Eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe.

Die regelmäßige Kontrolle des Fischbeckens – mühsam und ein bisschen langweilig. Aber ich will mich nicht beklagen.

Schließlich mag ich Fische. Besonders die kleinen.

Die großen dagegen ... Naja, leben und leben lassen, sage ich immer.

Gut, einige Abteilungen mag ich gerne, einige nicht so sehr.

Und einige sind wirklich völlig überflüssig! Ich werde bei Gelegenheit

einmal ein Wort mit meinem guten Freund, dem Direktor, reden müssen.

Gerne schaue ich beim ollen Löbbecke vorbei (ich darf ihn so nennen, wir kennen

uns schon lange). Ein verdienstvoller Mann, schließlich verdankt der Aquazoo

der Löbbecke'schen Sammlung seine Entstehung. Manchmal will man uns zusammen fotografieren. Mir ist das eigentlich nicht so recht, aber um den ollen Löbbecke nicht zu enttäuschen, mache ich mit. Kröten gibt es auch im Aquazoo. Mit denen kann ich ja nicht so viel anfangen. Aber das beruht, glaube ich, auf Gegenseitigkeit. Natürlich mache ich mich, wo immer es nötig ist, gerne nützlich.

Auch für konservatorische Tätigkeiten darf man sich nicht zu schade sein.

Das ist natürlich alles sehr anstrengend. Aber zum Glück gibt es die Aquarien.

Eine Tüte Chips, ein bequemer Hocker, eine viertel Stunde Pause – danach kann

es von mir aus weiter gehen. Als Museumsotter habe ich selbstverständlich

Zugang zu den geheimen Orten des Museums. Zum Kellerraum beispielsweise, in dem die Dinge gesammelt werden, die keinen Platz oben in der Ausstellung gefunden haben – was ich, unter uns gesagt, in einigen Fällen auch gut verstehen kann. Ebenfalls im Keller: die Wasserheizanlage. Hier lässt sich die Wassertemperatur regulieren. Nicht auszudenken, wenn die Krokodile

plötzlich frieren müssten. Oder die Haifische. Oder die Piranhas. [...]

details

Seite empfehlen

Sie möchten diese Seite empfehlen? Vielen Dank! Tragen Sie einfach Ihren Namen und die Emailadresse der Person, die Sie über diese Seite informieren möchten und klicken Sie auf absenden.