Termin im Mai

Dienstag, 07. Mai 2019

1949 - Die Bestseller der jungen Bundesrepublik: Heinrich Böll - Der Zug war pünktlich

„Nur das Rattern des Zuges schläfert so schön ein und tötet die Nachdenklichkeit aus ihren Köpfen […]. Sie sind alle arme, graue, hungrige, verführte und betrogene Kinder. Und ihre Wiege, das sind die Züge“. Sie, das sind der Soldat Andreas und seine Wegbegleiter, auf dem Rückweg an die Ostfront. Und Andreas‘ Gedanken, analog zum andauernden Rattern des Zuges, sind unaufhörlich in Bewegung, schweifen von Erinnerungen an frühere Erlebnisse zur zerstörerischen Gegenwart des Krieges. Durch eine turbulente Reise mit Trinkgelagen, Bordellbesuchen und einer unerwarteten Liebe zieht sich die unerklärliche Gewissheit des Protagonisten: Er wird sterben, diese Reise ist seine letzte. "Der Zug war pünktlich" war 1949 die erste publizierte Erzählung des noch jungen Heinrich Bölls – eine Dokumentation von Angst, Glaubensverlust, Schuld und dem Schrecken eines Krieges, angesichts dessen jeder Versuch des Verstehens zum Scheitern verurteilt scheint. Michael Serrer, der Leiter des Literaturbüros NRW, wird die Veröffentlichung aus dem Gründungsjahr der Bundesrepublik näher vorstellen und vor dem Hintergrund Bölls eigener Biografie reflektieren.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Im Rahmen der Reihe 1949 - Die Bestseller der jungen Bundesrepublik

 

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