Termin im Juni

Freitag, 29. Juni 2018

RESIDENZ NIEDERRHEIN - Tong Mo WORK IN PROGRESS Ein Geschenk ohne Empfänger Arbeitseinblicke und Gespräch

Textpräsentation und Gespräch
In chinesischer, englischer und deutscher Sprache.

Wie schreibt man über den Verlust geteilter Bedeutung?
Ist ein Geschenk ohne Empfänger noch ein Geschenk? Gemäß dem soziologischen und anthropologischen Konzept der „Reziprozität“ stellt der Austausch von Geschenken eine Art der Kommunikation dar, durch die Schenker und Empfänger eine langfristige Beziehung pflegen. Ein „Geschenk“ kann auch als Symbol für gemeinsam konstruierte Bedeutungen, Erinnerungen und Identitäten angesehen werden. Was aber ist mit dem Schenkmechanismus zwischen Europa und den dort ankommenden Flüchtlingen? Ist er beschädigt oder blockiert? Wenn ja, auf welche Weise? Hierzu wird die aus Peking stammende Autorin und Anthropologin Tong Mo Beobachtungen und Gedanken teilen, die zugleich Gegenstand einer während ihrer Residenzzeit entstehenden Erzählung sind.

Tong Mo

Geb. 1985 in der Provinz Jiangsu, China. Lebt und arbeitet in Peking. 
VERÖFFENTLICHUNGEN: „The Stories“ (Märchen-Sammlung), „The Suspended Nest“ (Kurzgeschichten), „Ethnography of Nie Gao“ (Kurzgeschichten) 
PROJEKTE: „Ethnography of Nie Gao“ (Design Shanghai, 2015), „A Ship of Ninghua Seed“ (11. Shanghai Biennale, City Project, 2016)

Am 30. April startete TAIFUN Project in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen das Projekt „Residenz Niederrhein“.Die Autorin Tong Mo gibt Einblicke in ihre Arbeit in China und in den Niederrheinlanden.
In Geldern residiert die in Peking lebende Schriftstellerin, Anthropologin Tong Mo, (geb.1985). Sie veröffentlicht Kurzgeschichten und eine Märchensammlung und verwirklichte die Projekte Ethnography of Nie Gao“ (Design Shanghai, 2015) und „A Ship of Ninghua Seed“ (11. Shanghai Biennale, City Project, 2016)

Das Projekt gibt ausländischen Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Sparten die Gelegenheit, den niederrheinländischen Kulturraum zu erforschen und sich von der Region, ihren Menschen und deren kulturellen Praktiken zu einem neuen Werk inspirieren zu lassen. Zweieinhalb Monate lang leben, forschen und arbeiten die Residenzkünstler/-innen gleichzeitig an unterschiedlichen Orten in der grenzüberscheitenden deutsch-niederländischen Region und nähern sich Themen an wie Heimat und Globalisierung, Homogenisierung und Diversität, Grenze und Identität, Fragmentierung und Integration oder Verlust und Rückkehr anzunähern.
Alle Künstler, Termine und weitere Informationen:www.taifunproject.org

Das Projekt „Residenz Niederrhein“ wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland ermöglicht und durch die Europäische Union (EU) mitfinanziert. Zudem wird „Residenz Niederrhein“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

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