Termin im Juni

Mittwoch, 13. Juni 2018

Ein Buch wie eine Bombe: Alexander Solschenizyns Archipel Gulag

Alexander Solschenizyn (1918-2008) hat 1970 den Literaturnobelpreis erhalten. Seither endgültig ein weltbekannter Autor, ließ der prominente Regimekritiker unter dem Verfolgungsdruck des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion Ende 1973 sein Hauptwerk Archipel Gulag in den USA veröffentlichen. Nicht einmal zwei Monate später wurde Solschenizyn zwangsweise ausgebürgert und gegen seinen Willen nach Westdeutschland gebracht. Hier fand er zunächst Aufnahme bei seinem Freund Heinrich Böll. Archipel Gulag indes, in dem das schon von Lenin begründete gigantische System der Zwangsarbeitslager umfassend dargestellt wird, erwies sich als „ein Buch wie eine Bombe“. Insbesondere die politische Linke im Westen wurde dadurch tief verunsichert und stritt über den „wahren Sozialismus“. Der Politikwissenschaftler Manfred Wilke, befreundet mit Rudi Dutschke und damals selbst Akteur, resümiert die Diskussion und setzt aktuelle Bezüge.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

 

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