Termin im Oktober

Samstag, 07. Oktober 2017

Shumona Sinha, Staatenlos

Shumona Sinha, die durch ihren preisgekrönten Roman »Erschlagt die Armen!«, einer literarischen Abrechnung mit Frankreichs Asylsystem, schlagartig berühmt wurde, erzählt in »Staatenlos« vom Schicksal dreier Frauen - entwurzelt, heimatlos, nie ganz angekommen in einer Gesellschaft, die unlebbar ist, vor allem für Frauen und Fremde. Esha stammt aus wohlhabendem, gebildetem Milieu in Kalkutta, sie ist aus Liebe zur Sprache nach Paris gekommen, einem romantischen Traum folgend.
Mina ist Analphabetin und stammt aus einer Bauernfamilie, die seit Generationen Land in Bengalen bewirtschaftet, das ihr nicht gehört. Marie schließlich wurde schon als Säugling von liberalen französischen Eltern adoptiert. Sie reist regelmäßig nach Indien, auf unbestimmter Suche nach Exotik und ihrer eigenen unauffindbaren Herkunft.
Shumona Sinha erzählt von Rassismus, Sexismus und Unterdrückung in Frankreich wie in Indien.
Shumona Sinha, geboren 1973 in Kalkutta, lebt seit 2001 in Paris, wo sie auch als Dolmetscherin für Asylsuchende tätig war. Nach der Veröffentlichung des vielfach ausgezeichneten Buches „Erschlagt die Armen!“ verlor sie ihre Arbeit bei der französischen Migrationsbehörde.

Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW
Lesung des deutschen Textes: Latifa Lalee
Übersetzung des Gespräches: Stefan Barmann

In Zusammenarbeit mit der Frauenberatungsstelle Düsseldorf

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