Europa erlesen

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW führen wir diese erfolgreiche Reihe durch, in der renommierte europäische AutorInnen in der Staatskanzlei des Landes NRW auftreten. Sie lesen aus ihren aktuellen Werken und diskutieren über zentrale europäische Fragen. Seit Mai 2015 präsentieren wir unsere Reihe zusätzlich in Berlin, in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund. Die Autorengespräche und anschließende Diskussionsrunden moderiert Michael Serrer.

Düsseldorf: 18. März | 19.00 Uhr (Achtung, geänderter Ort, Besucherzentrum des Landtags)
Berlin: 12. Juni | 18.30 Uhr

Dana Grigorcea liest Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit

Nach einem Banküberfall wird die Angestellte Victoria beurlaubt, um ihr traumatisches Erlebnis zu verarbeiten. In ihre Heimat zurückgekehrt nutzt sie die Zeit, um das Bukarest ihrer Kindheit, aber auch der Gegenwart zu erkunden. Dana Grigorcea verknüpft in ihrem Roman gegenwärtige Eindrücke, Begegnungen und Personen mit Erinnerungen an das Vorwende-Bukarest zu einem tragikomischen Bild eines Lebens unter dem Ceausescu-Regime. Die Schriftstellerin und Philologin wurde 1979 in Bukarest geboren und lebt in Zürich. Ein Auszug aus Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit wurde beim Ingeborg Bachmann-­Wettbewerb mit dem 3sat-­Preis ausgezeichnet, außerdem stand der Roman auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis 2015 und wurde in fünf Sprachen übersetzt.

Düsseldorf: 13. Mai | 19.00 Uhr
Berlin: 16. Oktober | 18.00 Uhr

Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali lesen aus Abraham trifft Ibrahim. Streifzüge durch Bibel und Koran
Die deutsche Religionswissenschaftlerin und Protestantin Sibylle Lewitscharoff und der irakisch-deutsche Autor und Atheist Najem Wali berühren mit ihrem Dialog zwischen den Weltreligionen die großen Menschheitsfragen und die Krisengebiete unserer Zeit. Von der Jungfrau Maria bis hin zu Satan – den Geschichten von neun Figuren aus Bibel und Koran gehen die beiden aus ihrer je eigenen Sicht nach. Sibylle Lewitscharoff wurde für ihr literarisches Werk vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Georg-Büchner-Preis. Najem Wali, geboren 1956 im irakischen Basra, flüchtete nach dem Ausbruch des Iran-Irak-Krieges nach Deutschland. Heute lebt er in Berlin und schreibt u. a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit.

Düsseldorf: 23. September | 19.00 Uhr

Mathijs Deen liest aus Über alte Wege. Eine Reise durch die Geschichte Europas
Für Mathijs Deen liegt das Wesen unseres Kontinents in immerwährenden Reisen und Wanderungen. In elf Episoden erzählt der niederländische Schriftsteller und Radiojournalist von Europas Straßen und denen, die sie bereist haben. Er folgt den Lebenswegen von Vertriebenen, Wegelagerern, Eroberinnen und Rennfahrern  – von Island nach Rom, von Boekelo nach Smolensk. Dabei zeigt er auch ein Europa der Handelswege und Feldzüge, die diese Geschichte maßgeblich mitbestimmt haben und spannt den Bogen von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart, in der Europa erneut von Migration geprägt wird. Nicht zuletzt widmet sich Mathijs Deen den Verbindungen zwischen den Menschen Europas und den gemeinsamen Erinnerungen, durch die „die Welt an Bedeutung gewinnt. Über alte Wege ist wie geschaffen für unsere Reihe „Europa erlesen“, in der wir seit 12 Jahren gemeinsam mit renommierten AutorInnen einen literarischen Blick auf unseren Erdteil richten und zentrale europäische Fragen diskutieren.

 

Informationen zu den weiteren Terminen der Reihe folgen in Kürze

 

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