Einzelveranstaltungen

Auch in diesem Jahr bieten wir zusätzlich zu unseren bewährten Lesungsreihen wieder zahlreiche literarische Einzelveranstaltungen an. Hier stellen wir Ihnen eine Auswahl aus unseren Terminen für 2019 vor:

29. Januar | 19 Uhr | Literaturbüro NRW: Max Brod – Ein Leben für Kafka?

Max Brod wurde 1884 Prag geboren. Später studierte er dort Jura und lernte Franz Kafka kennen, für den er ein Freund und Förderer wurde. Brod selbst wurde in diesen Jahren zu einem erfolgreichen Autor, Herausgeber und Kritiker – und zu einer wichtigen Figur in Prager Kunst- und Kulturkreisen. Er verhalf auch anderen Künstlern zum Durchbruch wie dem Autor Jaroslav Hasek (Der brave Soldat Schwejk) oder dem Komponisten Leos Janácek. Mit Kafka aber verband ihn eine intensive Freundschaft. Als dieser 1924 jung starb, hinterließ er dem Freund nahezu alle unveröffentlichten Manuskripte (darunter auch die Romanfragmente Der Prozess und Das Schloss) und beauftragte ihn, alles zu verbrennen. Brod begann stattdessen, sie zu editieren und zu veröffentlichen und verhalf Franz Kafka so posthum zu Weltruhm. Als er 1939 vor dem NS-Regime nach Palästina floh, nahm er Kafkas Vermächtnis mit und rettete es ein weiteres Mal vor der Vernichtung. Obwohl Max Brod selbst zahlreiche Romane, Novellen, Gedichte und Abhandlungen veröffentlichte, ist sein Werk heute kaum bekannt. Michael Serrer, der Leiter des Literaturbüros NRW, wird Arbeiten von Brod vorstellen und aus dem Leben des großen Literaturvermittlers berichten.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Ausstellung „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen - Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa“, die bis zum 28. Februar im Gerhart-Hauptmann-Haus gezeigt wird.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

9. April | 19.00 Uhr | Kunstpalast: Markus Orths lies aus Max

Mit der Ausstellung „Zu schön, um wahr zu sein“ feierte das Museum Kunstpalast seit dem 7. Februar die Künstlervereinigung „Das junge Rheinland“. Von den rund 400 KünstlerInnen stammten viele aus Düsseldorf und der näheren Umgebung. Einer der bekanntesten Mitglieder war der in Brühl geborene Max Ernst. Anlässlich der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr las der aus dem rheinländischen Viersen stammende Schriftsteller Markus Orths in der Ausstellung mit seinem Buch Max, in dem er den Maler Max Ernst, seine Kunst und die Zeitläufe im Spiegel von sechs mit dem Maler eng verbundenen Frauenleben darstellt. Im Fokus der Lesung steht die jüdische Kunsthistorikerin, Journalistin und Künstlerin Louise Straus-Ernst, die mit dem Maler von 1922–1926 verheiratet und Mutter des gemeinsamen Sohnes Jimmy Ernst war. Die 1893 in Köln geborene Louise Straus-Ernst wurde im Juli 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Max ist der elfte Roman des vielfach ausgezeichneten und in mehrere Sprachen übersetzten Autors Markus Orths. Das anschließende Gespräch mit dem Autor führte der Ausstellungskurator Kay Heymer.
In Zusammenarbeit mit dem Kunstpalast


1. Juli | 19.00 Uhr | Literaturbüro NRW: Der 100. Geburtstag - Ein Abend für Hans Bender

Am 1. Juli wäre Hans Bender 100 Jahre alt geworden. Als Herausgeber wichtiger Prosa- und Lyrikanthologien sowie als Gründer und langjähriger Herausgeber der Zeitschrift Akzente prägte er entscheidend die deutsche Literatur der zweiten Jahrhunderthälfte. Viele jüngere AutorInnen wurden von ihm entdeckt und gefördert. Auch seine eigenen frühen Kurzgeschichten (u.a. Die Wölfe kommen zurück), in denen er eindringlich über den Zweiten Weltkrieg schrieb, hatten eine starke Wirkung; im Alter verfasste er vor allem pointierte Aufzeichnungen und Vierzeiler. Geboren wurde er in Baden, von 1959 bis zu seinem Tod 2015 lebte er in Köln. Zu Ehren seines 100. Geburtstages erinnern Freunde und Weggefährten an ihn und lesen aus dem neu erschienenen Hans Bender Lesebuch (Edition Virgines). Auftreten wird unter anderem der Büchner-Preisträger Arnold Stadler. Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW
In Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz

 

Informationen zu  weiteren Einzelveranstaltungen folgen in Kürze.

Wie bereits in seinem Romandebüt und Beststeller Er ist wieder
da weiß Journalist und Autor Timur Vermes auch in Die Hungrigen
und die Satten wieder seine satirischen Waffen radikal zu nutzen
und zeigt ein Szenario, dessen größter Schrecken darin liegt, dass
es sich genau so entwickeln könnte: Deutschland hat eine Obergrenze
für Asylsuchende eingeführt, Europa ist bis nach Nordafrika
hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager,
in denen Millionen von Flüchtlingen warten. So lange, dass man
in derselben Zeit zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere
Tod. Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das
größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige
Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit
des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa
auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit.
Und während sich der Sender über Werbemillionen freut, reagiert
die deutsche Politik mit hilflosem Kleinreden und Aussitzen.Wie bereits in seinem Romandebüt und Beststeller Er ist wieder da weiß Journalist und Autor Timur Vermes auch in Die Hungrigen und die Satten wieder seine satirischen Waffen radikal zu nutzen und zeigt ein Szenario, dessen größter Schrecken darin liegt, dass es sich genau so entwickeln könnte: Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, Europa ist bis nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten. So lange, dass man in derselben Zeit zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod. Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Kleinreden und Aussitzen.

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