1949
Die Bestseller der jungen Bundesrepublik

Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 wurde nicht nur der westdeutsche Staat gegründet. Durch den nunmehr geltenden Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit) fielen auch die Zensurbestimmungen auf dem (west-)deutschen Buchmarkt erstmals seit 1933 weg. Unsere Veranstaltungsreihe richtet den Blick auf Bücher von fünf Autoren, die 1949 erschienen sind und die sich in ihrer vorausgehenden Haltung zum NS-Regime deutlich voneinander unterschieden. Heinrich Böll (1917-1985) und Arno Schmidt (1914-1979) waren beide als junge Männer zum Kriegsdienst einberufen worden, was auch ihr Nachkriegsschaffen prägte. Stefan Andres (1906-1970) war bereits 1933 nach Italien emigriert und verarbeitete seine Erfahrungen daraus. Ernst Jünger (1895-1998) versuchte sich der Vereinnahmung durch das NS-Regime zu entziehen und Thomas Mann (1875- 1955) schließlich, der Älteste in der Runde, war zur bedeutendsten literarischen Leitgestalt des Exils avanciert. Mit welchen Büchern traten diese Autoren erstmals in der Bundesrepublik vor das Publikum? Dieser und anderen Fragen gehen die Referenten in fünf Veranstaltungen im Mai dieses Jahres nach.

 

Seite empfehlen

Sie möchten diese Seite empfehlen? Vielen Dank! Tragen Sie einfach Ihren Namen und die Emailadresse der Person, die Sie über diese Seite informieren möchten und klicken Sie auf absenden.