Frisch gepresst

Diese literarische Veranstaltungsreihe wird seit 18 Jahren mit großem Erfolg von den Stadtbüchereien Düsseldorf und dem Literaturbüro NRW e.V. in Kooperation mit dem Freundeskreis Stadtbüchereien Düsseldorf e.V. gemeinsam durchgeführt. Jeweils am dritten Dienstag des Monats um 18 Uhr stellen AutorInnen aus NRW oder aus NRW-Verlagen ihre aktuellen Titel in der Zentralbibliothek vor, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungen werden moderiert von Michael Serrer.

Dienstag, 16. Januar 2018: Anna Galkina liest Das neue Leben

Dienstag, 20. Februar 2018: Markus Orths liest Max

Dienstag, 20. März 2018: Judith Pinnow liest Die Phantasie der Schildkröte

Dienstag, 17. April 2018: Ulrike Anna Bleier liest Schwimmerbecken

Dienstag, 22. Mai 2018: Mariana Leky liest Was man von hier aus sehen kann

Dienstag, 19. Juni 2018: Willi Achten liest Nichts bleibt

Dienstag, 17. Juli 2018: Lütfiye Güzel liest faible? und Elle-Rebelle

Dienstag, 21. August 2018: Gunnar Kaiser liest Unter der Haut

Dienstag, 18. September 2018: Hanna Jansen liest Und wenn nur einer Dich erkennt

Dienstag, 16. Oktober: Sibylle Luithlen liest Wir müssen reden

Dienstag, 20. November 2018: Ernst Müller liest Das literarische Rheinland

Dienstag, 18. Dezember 2018: Karussell




 


Dienstag, 16. Januar 2018
Frisch gepresst: Anna Galkina liest aus Das neue Leben

Unter dem sinkenden Stern der Sowjetunion träumt Nastja von Modern Talking und dem fernen Westen, als ihre Mutter Anfang der Neunzigerjahre beschließt, in Riga ein neues Leben zu beginnen. Nur sind russische Zuwanderer in der frisch unabhängig erklärten lettischen Republik ungern gesehene Gäste. Immigration ist kein Spaziergang, hatte man die Familie vorgewarnt. Zum Glück erinnert sich Nastjas resolute Mutter an ein Detail im alten sowjetischen Ausweis der weiblichen Familienmitglieder: Volkszugehörigkeit Jüdin. Als „jüdische Kontingentflüchtlinge“ kann das neue Leben in Deutschland für sie beginnen!

Anna Galkina, geboren und aufgewachsen in Moskau, kam nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Deutschland. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Künstlerin in Bonn. 2016 erschien ihr Debütroman Das kalte Licht der fernen Sterne, 2017 folgte ihr zweiter Roman Das neue Leben.

Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW In Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek Düsseldorf und dem Freundeskreis Stadtbüchereien Düsseldorf

 


Dienstag, 20. Februar 2018
Frisch gepresst: Markus Orths liest Max

Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert – Markus Orths erzählt von einer wahnwitzigen Zeit und einem großen Künstler: Max Ernst. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor dem wilhelminischen Vater, später vor dem Nationalsozialismus. Er sucht die eine Frau, die er lieben kann. In Deutschland, im wilden Paris der Zwanzigerjahre, im Exil in den USA. Viele seiner Freunde und Frauen sind berühmte Menschen dieser Zeit: Pablo Picasso, André Breton, Leonora Carrington, Peggy Guggenheim. Im Spiegel von sechs Frauenleben entfaltet sich ein Roman über das 20. Jahrhundert und einen seiner großen Künstler. Markus Orths erzählt so lebendig und ansteckend, dass man in jeder Zeile die Leidenschaft spürt, mit der dieser Roman geschrieben wurde.

Markus Orths wurde 1969 geboren und studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Seine Romane wurden in sechzehn Sprachen übersetzt, Das Zimmermädchen wurde 2015 für das Kino verfilmt. Er ist außerdem Autor von Hörspielen und Kinderbüchern. Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW In Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek Düsseldorf und dem Freundeskreis Stadtbüchereien Düsseldorf

 


Dienstag, 20. März 2018
Frisch gepresst: Judith Pinnow liest Die Phantasie der Schildkröte

Edith ist Mitte vierzig, Single und wohnt allein in einer kleinen Wohnung in Köln. Ihr Leben verläuft in sehr engen Bahnen. Tagsüber arbeitet sie bei einer Versicherung, abends schaut sie Fernsehen. Außer zu ihrer Mutter, mit der sie sich pflichtschuldig einmal im Monat trifft, um sich von ihr kritisieren zu lassen, hat sie kaum Kontakte. Das ändert sich, als sich eine Zehnjährige in ihr Leben drängt und ihr Aufgaben stellt. Edith muss merkwürdige Dinge erledigen, aber vor allem sich anderen Menschen öffnen. Auf dem Weg zu sich selbst hat sie skurrile Begegnungen, lernt ihren Großvater kennen und schließt Freundschaften. Eine zärtliche, poetische Geschichte über die Kraft des Wünschens.

Judith Pinnow, geboren 1973 in Tübingen, besuchte die Schauspielschule in Ulm und studierte am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. Als Schauspielerin war sie in Fernsehserien und in Filmen zu sehen. Bekannt wurde sie als Fernsehmoderatorin. Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW In Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek Düsseldorf und dem Freundeskreis Stadtbüchereien Düsseldorf.


Dienstag, 17. April 2018: Ulrike Anna Bleier liest Schwimmerbecken

Fünf lange Jahre hat Luise nichts von ihrem Zwillingsbruder Ludwig gehört. Nun sitzt er am Wohnzimmertisch der Eltern, als wäre nichts geschehen. Und spricht nur noch indonesisch. Die lebensuntüchtige Tagträumerin hat ihren klugen Bruder ungeachtet seiner dunklen Wesenszüge stets bewundert, doch sie findet keinen Zugang mehr zu ihm. Kurz nach Ludwigs Rückkehr ins Elternhaus verlässt Luise ihren Heimatort, doch das Rätsel um ihren Bruder lässt sie nicht los: Sie ahnt, dass der Grund für sein mysteriöses Verhalten in der Vergangenheit liegen muss. Und als Ludwig in die Psychiatrie eingeliefert wird, will sie endlich Klarheit. Ulrike Anna Bleier lebt in Köln als Journalistin, Kulturmanagerin und Schriftstellerin. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, 2014 erhielt sie das NRW-Arbeitsstipendium. Schwimmerbecken stand 2017 auf der Hotlist der zehn besten Bücher der unabhängigen Verlage


Dienstag, 22. Mai 2018: Mariana Leky liest Was man von hier aus sehen kann

Selma kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist nur, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. Es ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Und es ist ein Buch über Liebe unter den ungünstigsten Bedingungen. So wie die Liebe von Selmas Enkelin Luise, die tausende Kilometer überbrücken muss, weil der Mann, den sie liebt, als Buddhist in einem japanischen Kloster lebt. Mariana Leky studierte Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Für ihre Erzählungen und Romane gewann sie unter anderem den Förderpreis für junge Künstler des Landes NRW. Was man von hier aus sehen kann ist das „Lieblingsbuch der Unabhängigen 2017“


Dienstag, 19. Juni 2018: Willi Achten liest Nichts bleibt

Franz Mathys ist Kriegsfotograf, eines seiner Fotos wurde mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Doch er hat tiefe Zweifel und Schuldgefühle, denn er profitiert von dem Leid anderer. Mathys spürt, dass sein Leben ihm mehr und mehr entgleitet. Er zieht sich auf einen abgeschiedenen Hof im Wald zurück, lebt dort mit seinem Vater und seinem Sohn, kommt zur Ruhe und verliebt sich. Doch die Idylle trügt: Eines Nachts schlagen zwei Männer seinen Vater brutal nieder und er muss schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Mathys will die Täter finden. Der immer stärker werdende Wunsch nach Rache und die Suche nach den Männern entfremden ihn von den Menschen, die er liebt. Der Romanautor und Lyiker Willi Achten wuchs am Niederrhein auf und lebt heute im niederländischen Vaals. Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem mehrfach das Arbeitsstipendium des Landes NRW.


Dienstag, 17. Juli 2018: Lütfiye Güzel liest aus faible? und Elle-Rebelle

„du backst hundert brötchen und ich schreibe / hundert gedichte / das ist alles“. Lütfiye Güzel übertreibt nicht. Sie beschönigt auch nicht, sie skizziert: alltägliche Beobachtungen, spontane Assoziati- onen, Gefühle, die sich Bahn brechen – direkt, schonungslos, häufig melancholisch und bitter. Dabei werden ihre Zeilen niemals beliebig, im Gegenteil: Lütfiye Güzel weiß ihre Worte so sehr zu schätzen, dass sie sie lassen kann, wie sie sind und gar nicht erst versucht, die Sprache auszuschmücken. Um uneingeschränkt so arbeiten zu können, wie sie es für ihr Schreiben braucht, gründete sie bereits 2014 ihr eigenes Label Go-Güzel-Publishing und bringt seitdem Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche heraus. 2017 wurde sie mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. Zuletzt erschienen faible?, ein persönliches Best-of aus den letzten Jahren, und das Lyrik-Projekt Elle-Rebelle, eine Sammlung von Versen auf losen Handzetteln in einem Briefumschlag. Aus beidem wird die 1972 in Duisburg geborene Dichterin Auszüge lesen.


Dienstag, 21. August 2018: Gunnar Kaiser liest Unter der Haut

New York im Sommer 1969: Der Literaturstudent Jonathan Rosen macht die Bekanntschaft eines älteren Mannes, Josef Eisenstein. Durch ihn lernt der unerfahrene Junge nicht nur die Welt der Kunst, sondern auch die Macht der Verführung kennen. In den brütend heißen Straßen der Stadt machen sich die beiden auf die Suche nach willigen „Opfern“. Ihr Muster: Eisenstein, der selbst nie eine Frau berührt, lehrt seinen Schüler, dies zu tun. Sie bringen die Frauen in sein Apartment, wo Jonathan mit ihnen schläft, während Eisenstein sie beobachtet. Mit der Zeit wächst in Jonathan ein Verdacht, dass sein Mentor ein Geheimnis verbirgt. Gunnar Kaiser, geboren 1976 in Köln, arbeitet dort als Lehrer für Deutsch und Philosophie. Er betreibt den Blog Philosophisch leben und den Youtube-Kanal KaiserTV und veröffentlichte vor seinem Romandebüt Kurzgeschichten und Gedichte in Literaturzeitschriften und Anthologien.


Dienstag, 18. September 2018: Hanna Jansen liest Und wenn nur einer Dich erkennt

Als Elfriede Wolf, genannt Friedchen, 1912 zur Welt kommt, scheint das Glück ihrer Eltern vollkommen. Noch ahnt niemand, was den Lebensweg des Kindes mehr als alles andere bestimmen wird: Elfriede ist zwergwüchsig und Hermaphrodit. Obwohl der Erste Weltkrieg und seine Folgen ihre Kindheit überschatten, wächst sie, liebevoll beschützt durch die Eltern, selbstbewusst auf. An ihrer Seite sind Paul, der jüdische Nachbarsjunge, und später Hilla, ihre beste Freundin, der sie ihre Liebe schenkt. Erst als Heranwachsende wird sie mit dem ganzen Ausmaß ihrer Andersartigkeit, mit Spott, Enttäuschung und Verrat konfrontiert. Sie kämpft um sich und ihren Platz – in einer Zeit, in der Anderssein lebensbedrohlich ist. Hanna Jansen arbeitete lange Jahre im Rheinland im Schuldienst und in der Lehrerfortbildung. Ihr Jugendroman Über tausend Hügel wandere ich mit Dir wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.


Dienstag, 16. Oktober: Sibylle Luithlen liest Wir müssen reden

Felines Mann hat sich in eine andere verliebt, dabei hatte sie doch alles so perfekt im Griff. In der schwäbischen Provinz nimmt sie eine Auszeit von ihrem Leben als Lehrerin und Mutter. Dort trifft sie Silver – einen Mann, der ganz anders ist als sie. Ohne Leistungsdruck lebt er in den Tag hinein und lebt von Hilfsarbeiten. Feline ist fasziniert und die beiden beginnen eine Affäre. Was die zwei verbindet, ist ihre Verletzlichkeit. Was suchen wir in einer zukunftslosen Liebe? Sibylle Luithlen erzählt in einer eindringlichen, feinfühligen Sprache von Sehnsüchten ihrer Hauptfigur Feline – und von deren ersten Schritten zum Neuanfang. Sibylle Luithlen, geboren 1972 in Bonn, studierte Germanistik und Romanistik in Köln und Erlangen. Seit 2001 lebt sie mit ihren beiden Söhnen in Brüssel und arbeitet dort als DaF-Lehrerin. Sie arbeitet auch journalistisch, schreibt für das Radio und Online- Magazine und hat ein Kinderbuch und eine Novelle, Ischai (2011), veröffentlicht. Wir müssen reden ist ihr Romandebüt.


Dienstag, 20. November 2018:

Der Band "Literarisches Rheinland" vereint die Vorstellung bedeutender Dichter und ihrer Werke mit den Örtlichkeiten im Rheinland, in denen sie wirkten, die an sie erinnern oder aus denen sie stammen. Somit eignet er sich als Einführung in die jeweilige Literatur, wie auch als Ideengeber für lohnende Ausflugsziele. Die Erkundung des literarischen Rheinlandes erstreckt sich räumlich auf die Region des Mittel- und Niederrheins und zeitlich vom Mittelalter bis zur Moderne. Damit wird auch eine anschauliche Literaturgeschichte präsentiert, in der Epochen und Autoren von nationaler Bedeutung vertreten sind. Zwar dürfte es kaum möglich sein, einen gemeinsamen Nenner für die Literatur des Rheinlandes zu finden. Doch fällt auf, dass die behandelten Autoren jeder auf seine Weise und in seiner Zeit entweder großen Mut bewiesen, solchen lobten und/oder in Opposition zum Zeitgeist schrieben.


Dienstag, 18. Dezember 2018: Karussell

Literaturzeitschriften wagen es, junge, unbekannte Autorinnen und Autoren oder auch ungewöhnliche Formate wie Kurzprosa oder Essays zu drucken. Dabei übernehmen sie eine wichtige Scoutfunktion. Die Texte werden in der Regel von einem kleinen, aber dafür umso wichtigeren Kreis, zum Beispiel von Redakteurinnen und Redakteuren, gelesen und unterstützen das gesamte literarische Leben und die Lesekultur. Die Literaturzeitschrift Karussell ist in der literarischen Szene in und um Wuppertal beheimatet. Sie veröffentlicht zweimal jährlich Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ihre Schwerpunkte sind Lyrik, Prosa, Essay und Bildende Kunst, jeweils zu einem Thema. Zu jeder Ausgabe von Karussell findet eine Gemeinschaftslesung in Wuppertal statt.

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