Offene Bücherschränke

Im Juni 2011 wurde vom Literaturbüro NRW am Rheinufer, in unmittelbarer Nähe des KIT, der erste Offene Bücherschrank in Düsseldorf aufgestellt. Für viele ist der Schrank bereits fester Bestandteil des Leselebens, der immer neue Entdeckungen bietet und dem gerne liebgewonnene Bücher anvertraut werden, wenn die heimischen Regale wegen Überlastung von der Wand zu fallen drohen. Fast immer sind Menschen rund um den Schrank anzutreffen, die nicht nur stöbern, sondern auch miteinander ins Gespräch kommen. Geben und Nehmen hält sich die Waage und das Angebot ist fast jeden Tag komplett verschieden von dem des Vortages. Mehr und mehr finden auch fremdsprachige Titel und Kinderbücher ihren Weg in den Schrank.
Eine ganze Reihe von ehrenamtlichen Paten kümmert sich gemeinsam mit dem Literaturbüro um die Pflege des Schrankes und auch Vertrauen und Optimismus sind nicht enttäuscht worden: Vandalismus hat es nicht gegeben.

Mehrere Initiativen und Bezirksvertretungen haben sich dafür engagiert, dass auch in anderen Stadtteilen Bücherschränke aufgestellt werden und mit Unterstützung des Literaturbüros, des Kulturausschusses, privater Initiativen und weiterer Sponsoren konnten im Frühjahr 2012 in Bilk, im Zooviertel und in Gerresheim drei weitere Schränke eingeweiht werden. Seit März 2014 steht auch in Pempelfort eines dieser Stadtmöbel.

Öffentliche Bücherschränke finden Sie in Düsseldorf an folgenden Standorten:

Innenstadt: Mannesmannufer, neben dem KIT (Kunst im Tunnel)

Angermund:
Kreuzung Angermunder Straße/In den Blamüsen/Kirchweg

Bilk: Friedensplätzchen

Derendorf/Pempelfort: Kreuzung Klever Straße / Jülicher Straße / Collenbachstraße / Roßstraße

Gerresheim: Gerricusplatz
„Roter Platz“ an der Ecke Hatzfeld- und Heyestraße in Gerresheim

Zooviertel: Schillerplatz

Das Interesse hält unvermindert an. Regelmäßig erreichen Anfragen zum Prozedere das Literaturbüro, das die Bücherschränke betreut.

Zum Prozedere:

Kosten
Ein Schrank kostet momentan 7.000 €.

Zudem sollte ein kleines Geld-Polster zur Verfügung stehen für die Instandhaltung des Bücherschrankes.
Die Bezirksvertretung klärt die Finanzierung des Bücherschrankes und bringt die erforderlichen Mittel auf oder wirbt sie ein. 
Der Bücherschrank geht in das Eigentum der Bezirksvertretung über.

Entwurf, Bau, Instandhaltung
Alle Schränke werden von dem Kölner Architekten Hans-Jürgen Greve  gebaut und aufgestellt.
Herr Greve ist auch verantwortlich für die Beseitigung eventueller Schäden. Die Zusammenarbeit mit Herrn Greve ist vollkommen unkompliziert und zuverlässig.

Hans-Jürgen Greve
Industriestraße 170
50999 Köln
Telefon: 0163-90 33 112
mail: info@bokx.de
http://blog.openbokx.de/

Mögliche Standorte
Die Standorte werden von den Initiatoren gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt festgelegt.

Die Bücherschränke sollten von allen Seiten zugänglich sein; von Vorteil ist die Nähe zu einem Café, einem Kiosk o.ä., sodass eine permanente soziale Kontrolle garantiert ist.
Die Schränke werden nicht im Boden verankert (Sockel wird gefüllt); insofern ist eine Standortverlagerung jederzeit möglich.
Die Bezirksvertretung bezieht das Kulturamt in das Projekt ein und informiert über den Sachstand sowie den Termin zur Übergabe des Bücherschrankes.

Betreuung
Die Schränke werden von ehrenamtlichen Patinnen und Paten betreut, die regelmäßig die Inhalte sichten, Ordnung schaffen und eventuelle Schäden melden. Am Schrank befindet sich ein Schild mit „Nutzungshinweisen“, Spenderlogos und einer Telefonnummer, an die sich potentielle Patinnen und Paten wenden und wo Schäden gemeldet werden können.

Die Erfahrung mit den Patinnen und Paten ist bestens - für alle Schränke haben sich bisher genügend zuverlässige Menschen gemeldet.

Schäden, Versicherung
Der (von vielen Menschen befürchtete) Vandalismus stellt ein sehr geringes Problem dar und beschränkt sich auf zeitweilige Graffitis u.ä.
Wettereinflüsse, Überbefüllung, eingeklemmte Bücher verursachen allerdings hin und wieder kleinere Schäden.

Die Schränke können nicht gegen Schäden versichert werden, eine Versicherung ist allerdings notwendig für durch den Schrank verursachte Unfälle (spielende Kinder, die gegen das Glas laufen und sich verletzen o.ä.).

 

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